
München, 02. April 2008: Eine neue Verwendung für ausrangierte Flugzeugteile hat der Münchner Künstler Jürgen Fuchs gefunden. In seinem Wohnatelier zeigt er Propeller als Lichtobjekte, die neben ihrer ursprünglich rein funktional bestimmten Form eine überraschende Ästhetik offenbaren.
Ein metallisch glänzendes zwei Meter langes Propellerblatt aus massivem Aluminium steht schräg im Raum. Drehbar an einem Stativ befestigt wird es von unten angestrahlt. Reflexionen von seiner polierten Oberfläche und Schattenspiele an der Wand konzentrieren das Auge in einem meditativen Anflug auf die fast schon suggestive Form dieser Luftschraube und man beginnt zu verstehen, dass Physik Naturphilosophie ist und auch schön sein kann. "Manche Dinge brauchen eben kein 'Design', weil sie es schon haben.", ist denn auch das künstlerische Credo von Fuchs, welches er neben dieser Installation in einer Reihe weiterer Arbeiten variiert.
Propellerblätter aus Holz, von ihrem schützenden Mantel befreit, mit einer raffinierten, floreal anmutenden Laminatstruktur. Schneckenförmig aufgerollte oder wie eine Schreibfeder gleichmäßig gebogene Aluminiumblätter, die nahe legen, dass jedes dieser Objekte durch mehr oder minder bestimmungsgemäßen Gebrauch geformt worden war, bevor es ausrangiert wurde. Authentisch ist bei diesen Unikaten alles - von der durch Steinschlagspuren gezeichneten hochglanzpolierten Oberfläche bis zur eingeprägten Seriennummer neben dem Herstellernamen.
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