Crowdsourcing gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Telekom sowie Otto haben bereits vom Crowdsourcing profitiert und nun glänzt auch McDonald's mit einer Aktion, die die Internetnutzer zum Mitmachen aufforderte. Endkunden werden während einer Crowdsourcing Aktion per Facebook oder einen der zahlreichen anderen Social Media Portalen aufgerufen sich an der Produktentwicklung zu beteiligen. Statt einem professionellen Team wird die Produktgestaltung an die breite Internetcommunity abgegeben. Ein paar kreative Köpfe werden ausgetauscht und mit hunderten bis tausenden talentierten Endverbrauchern ersetzt, aber auch teils talentfreien Wettbewerbsteilnehmern ist es gegönnt ihre Kreationen online zu veröffentlichen. Mit dem Start der Crowdsourcing Kampagne geben die Verantwortlichen die Kontrolle an die Internetgemeinde ab. Das Unternehmen kann zwar für Aufmerksamkeit sorgen, jedoch entscheidet jeder Internetnutzer selbst, ob er teilnimmt oder nicht. Neben ernsthaften Einsendungen können sich einige schlechte und auch absurde Designs verirren. Um unkontrollierbaren Auswirkungen entgegenzuwirken und unerwünschten Tendenzen vorzubeugen ist es wichtig vor dem Start des Wettbewerbs feste Regeln aufzustellen. Eine zuvor durchgeführte
Reputationsmanagement Maßnahme ermittelt den genauen Standpunkt des unternehmerischen Images, so dass entsprechendes Regelwerk aufgestellt werden kann und die Online Reputation nicht durch unvorteilhafte Kreationen angekratzt wird, die sich ebenfalls unter den Gewinnern verirren könnten.
McDonald's ging den sicheren Weg und gab genaue Gestaltungsmöglichkeiten vor
Die Fastfoodkette McDonald's motivierte die Internetnutzer dazu ab Ende Februar eigene Wunschburger zusammenzustellen. Dabei gab das Unternehmen alle Zutaten selbst vor aus denen ein individueller Burger innerhalb des Zeitrahmens von acht Wochen zusammengestellt werden konnte. Genaue Vorgaben sind sinnvoll und können Spaßvögel abbremsen, jedoch zügelt es die Kreativität teilweise ein. McDonald's gab 70 verschiedene Zutaten vor aus denen ein Burger mit circa fünf Bestandteilen geschaffen werden sollte. Zudem entschied die Internetgemeinde nicht allein, eine Jury war bei der Auswahl der besten Burger beteiligt, so sollte garantiert werden, dass der Gewinnerburger genießbar ist und den Geschmack einer breiten Masse trifft. Der Gewinnerburger sollte im Sommer in den McDonald's Filialen erhältlich sein, jedoch nach der Resonanz des Wettbewerbs mit hunderttausend eingesendeten verschiedenen Kreationen wurden die Aktion auf die besten fünf Burger aufgestockt.
Ruhm, Ehre wie auch Bekanntheit durch Werbepräsenz zieren die Gewinner
In wöchentlich wechselnder Abfolge werden zurzeit die besten fünf Burger in den Fastfood Filialen angeboten, zudem erhält der jeweilige Gewinner über den entsprechenden Zeitraum der Aktion einen eigenen Werbespot im Fernsehen. Eine Woche Bekanntheit und Ruhm ist die Prämie für die Mühe einen eigenen Burger zusammengestellt zu haben.
„Das ist mein Burger" erklärte uns bereits der Erfinder des N.Y. Cheesebeefs voller Stolz im ersten Werbespot. „Just Stevinho" der Gewinnerburger hat diesen Werbespot bereits abgelöst und ist momentan in den McDonald's Filialen erhältlich. Die nächsten drei Burger folgen in den nächsten Wochen. Aber auch diese Erfindern wird man den Stolz ansehen können sich die Mitwirkung an der Aktion selbst erarbeitet zu haben.
Die Teilnehmer einer Crowdsourcing Aktion werden motiviert durch Ruhm und Ehre. Sie werden zum Teil einer Gemeinschaft, fühlen sich wichtig genommen, dadurch entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl. Die Teilnehmer gewinnen Vertrauen zum Unternehmen, wodurch die Unternehmensbindung gestärkt wird. Crowdsourcing bedarf festen Regeln und kann sich so positiv auf ein Unternehmen auswirken.