Probleme mit der Hotline?
Mehrwertnummern sind Telefonnummern, die erheblich mehr kosten als die Normalen mit den Vorwahlnummern der Orte, die man anrufen möchte. Von den Mehrwertnummern gibt es unzählige, die unterschiedliche Dienste anbieten oder auch Heimarbeiter suchen.Am bekanntesten ist die Telefonnummer, die mit 0900 beginnt, wo meistens Sex angeboten wird. Wer keine finanziellen Überraschungen erleben will, sollte die Finger von der Tastatur lassen, wenn diese Nummer verlangt wird. Wer wissentlich diese Nummer oder auch eine ähnliche anruft und sich dann über die Rechnung ärgert, hat es schwer, diese Kosten ersetzt zu bekommen. Bei vielen der
Mehrwertnummern kann man nur verlieren, ohne je das Versprochene zu bekommen. Wenn Werbung mit einer Nummer gemacht wird und irgendein Dienst versprochen wird, kann man bei Nichteinhaltung der versprochenen Dienstleistungen klagen, um seine Kosten zurückerstattet zu bekommen. Das ist zwar nicht so einfach, aber durch den Gesetzgeber machbar.
Bei den Mehrwertdiensten des
Telefonsex oder der
Sexhotline, die man nicht persönlich angerufen hat, ist es auf jeden fall sinnvoll, die Rechnung zu stornieren. Natürlich muss man dann nachweisen können, dass diese Nummer nicht von einem persönlich gewählt wurde. Auch wenn ein Anruf mit irgendwelchen Versprechen ankommt, sollte man vorsichtig sein, da es auch eine teure Nummer sein kann, die man dann bezahlen muss. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für die SMS Dienste. Der beste Schutz gegen überteuerte Mehrwertnummern ist, erst mal die unbekannte Nummer nicht annehmen oder, was am sichersten ist, diese Nummern von seinem Provider sperren zu lassen. Wenn man vor der Sperrung doch noch eine Rechnung über eine überteuerte Telefonnummer bekommt, kann man sie bei seinem Anbieter stornieren und gutschreiben lassen. Das ist aber leider nicht immer möglich, da hilft dann nur eine Klage.
Man wundert sich manchmal, woher diese Leute meine Nummer haben. Das ist heute, in der Zeit des Internets, kein Problem. Irgendwo kauft man mal was im Net und gibt Daten preis, die dann weitergeben werden und schon ist man im Umlauf. Auch die vielen Gewinnversprecher, die selten stimmen, haben die Nummern von Leuten gekauft, die darauf spezialisiert sind, Telefonnummern von Bürgern zu sammeln. Wenn man zum Beispiel bei einem Gewinnspiel im Internet, aus einer Zeitschrift oder auch bei einer Fernsehsendung mitmacht, kann es sein, das die Nummer auch weitergeben wird. Also das Sicherste ist, vorsichtig zu sein und seine Nummer nicht so schnell weiterzugeben. Wenn trotzdem mal eine kostenpflichtige SMS ankommt, sollte man eine SMS mit Stopp zurückschicken, die kostenfrei sein muss, und dann sollte das erledigt sein. Wenn die Nummer doch in Rechnung gestellt werden sollte, kann man den Betreiber ausfindig machen lassen und per Einschreiben ein Gerichtsverfahren in Aussicht stellen. Wem schon solche Kosten abgezogen wurden, der sollte sich mit seinem Mobilfunkbetreiben schnell kurzschließen, der sicher kooperativ ist und den Betrag gutschreibt.
Wenn man viele solcher SMS oder Telefonate bekommt, hilft oft nur ein Nummernwechsel. Dann sollte man aber auch sehr vorsichtig mit seiner Nummer umgehen. Bei vielen Geschäften im Internet kann der Kunde auch bestimmen, ob seine Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen. Das ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben worden, aber eine Hundert prozentige Sicherheit gibt es nicht. Wichtig ist nur, wenn man schuldlos große Rechnungen von
Mehrwertnummern bekommt, dass man auch den Weg zum Gericht nicht scheut, um diese Abzocker abzuschrecken.