Schwingungen in Form "gefrorener" Muster
Eine faszinierende Methode kommt ans Tageslicht. Was ist eine Mehrab? Wie meditieren Sufis? Wie wirkt die Meditation? Warum untersuchen amerikanische Wissenschaftler die Methoden der Sufis? Spannende Fragen für die heutige Zeit.Der dunkle Raum und die Lebensenergie
Stellen Sie sich vor, sie sitzen in einem dunklen Raum. Sie befinden sich vor einer Nische, die eine bestimmte Wölbung aufweist. Das Innere der Nische wird durch eine winzige Glühbirne schwach erhellt, deren Licht ein interessantes Mosaik aus Licht und Schatten entstehen lässt. Ihre Augen sind zur Hälfte geschlossen. Ihr Kopf ist leer. Ihr Herz schlägt ruhig einen bestimmten und mächtigen Takt. Sie erwarten nichts, sind ganz auf diesen Rhythmus konzentriert. Plötzlich entrückt Ihre Seele in die Mitte des Nichts, in die achte Ebene, in der Zeit und Raum nicht existieren, in der der Tod nicht bekannt ist und die Ewigkeit herrscht. Diese nur wenigen bekannte, verborgene Welt birgt die Quelle der Lebensenergie.
Die Verbindung der Herzen
Sohrawardi führte diese spirituellen Übungen vor seiner Mehrab schon vor 900 Jahren durch. Seine Bücher beschreiben viele Begegnungen mit Wesen in der metaphysischen Welt der achten Dimension. Als Alexander der Große die persischen Gebiete eroberte, wurde das Avesta, das einzige Exemplar der heiligen Schrift der zoroastrischen Gemeinde, den Flammen des Feuers übergeben. 500 Jahre später praktizierte ein Mönch zoroastrischen Glaubens seine spirituellen Übungen vor der Mehrab. Er verband sein Herz mit dem seines Meisters und fiel in tiefe Meditation. Durch die Mehrab verschaffte er sich Zugang zu der anderen Seite und begegnete Zoroaster in der achten Dimension. Ihre Herzen verbanden sich und Zoroaster beschrieb ihm das Avesta in einer der damaligen Zeit angemessenen Form. Der Mönch bewahrte es im Gedächtnis und schrieb es nieder, sobald er in die materielle Welt der sieben Ebenen zurückkehrte. Die Mehrab ist das Tor zu einer Welt jenseits von Zeit und Raum.
Die Mehrab
Wie funktioniert das? Die Mehrab ist ein auf bestimmte Weise gestalteter Kasten von beliebiger Größe oder eine in die Wand eingelassenen Nische. Die nach vorne hin offene Seite erinnert an ein Tor. Farbe, Größe und andere Details unterscheiden sich je nach Exemplar und sind nicht entscheidend. In seinem Inneren befindet sich eine versteckte Glühbirne, die Licht abwirft. Die Form der Mehrab enthält verschiedene Dimensionen, die durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten im Inneren der Box entstehen. Wenn der Suchende sich im Dunkeln vor die Mehrab setzt und die Lichtstrahlen aus der Mehrab auf ihn fallen, dann erhält er Zugang zur achten Ebene. Wenn er einen bestimmten Rhythmus anschlägt, entsteht plötzlich ein überaus mächtiger Strom aus fließender elektro-magnetischer Energie, und die Seele des Suchenden vermag über die Mehrab in die andere Welt einzugehen, in das Reich der Ewigkeit. Die Funktion der Mehrab ist, Zugang zur achten Dimension zu schaffen.
Die Mehrab wird gemäß einem bestimmten Plan gebaut. Sie verfügt über eine bestimmte Struktur mit versteckten Elementen. Nur wenn letztere gegeben sind, vermag die Mehrab, seine Funktion zu erfüllen. Jeder kann eine Mehrab fertigen – man kann auch Fabriken eröffnen und die Mehrabs seriell anfertigen, aber es wird sich lediglich um Kopien handeln, weil ihnen die versteckten Elemente fehlen. Für spirituelle Zwecke sind sie nutzlos, sie erfüllen bloß dekorative Funktion. Es gibt ein subtil wirkendes Geheimnis, das vermag, die elektro-magnetische Energie der Suchenden während ihrer spirituellen Übungen zu bündeln. Wenn dieses verborgene Element der Mehrab nicht vorhanden ist, kann sie nicht die Energie konzentrieren und kanalisieren. Deshalb kann nicht jeder eine Mehrab fertigen. Es handelt sich um ein Merkmal spiritueller Aktivität. Die Mehrab ist voller Kardinalpunkte, die die elektromagnetische Energie in Schwingungen versetzen. Sie dient als Beschleuniger der elektro-magnetischen Energie, die im Herzen der Suchenden entsteht. Mithilfe seines Meisters erlernt der Suchende auf dem Pfad der substanziellen Entwicklung zwei Techniken, die er vor seiner Mehrab übt: murabeteh und muraghebeh.
Murabeteh-sich anseilen
Murabeteh bedeutet, eine Verbindung zwischen dem eigenen Herz und dem des Meisters zu schaffen. Jedes Lichtgeschenk der Göttlichkeit erreicht das Herz des Suchenden durch das Herz des Meisters. Aus diesem Grund ist der Suchende mit dem Meister verbunden. Der Suchende beobachtet seinen Herzschlag, während die Verbindung mit dem Herzen seines Meisters fortbesteht. Dann wartet er darauf, dass sich die Türen zur anderen Welt öffnen.
Muraghebeh-die Katze wacht vor dem Mauseloch
Muraghebeh bezeichnet den Vorgang wachsamer Aufmerksamkeit. Nach einer Weile der Rezitation oder Beschwörung eines bestimmten Rhythmus erreicht der Suchende diesen Zustand tiefer Meditation, bis sich die Tür einer Welt jenseits von Zeit und Raum öffnet und die Seele des Suchenden diese unermesslichen Dimensionen erfährt. Der Meister berät den Suchenden und kontrolliert Form und Dauer der Übungen.
Der Suchende konzentriert sich bei den Übungen vor der Mehrab darauf, sich von seinen Gedanken zu lösen und richtet sein Herz nach dem seines Meisters aus. Er setzt seinen Meister über seine Erfahrungen in Kenntnis. Somit entwickelt sich ein stetiger Dialog auf dem Weg, den auch einst Sohrawardi und der zoroastrische Mönch beschritten, bevor sie Zugang zur spirituellen Welt fanden und von den weisen Männern dort Antworten einholten. Dem fortgeschrittenen Suchenden ist es möglich, Fragen zu stellen und Antworten sowie Lösungen aus der anderen Welt zu erhalten. Auch Anfänger erfahren die Herrlichkeit der anderen Welt, auch sie erhalten Antworten, aber auf Fragen, die sie sich zuvor nicht stellten. Mit Hilfe der Übungen vor dem Mehrab ist es also nicht nur möglich, zum Zeugen der anderen Welt zu werden, sondern auch zum Mittler.
Die Substanzielle Entwicklung
Das Ziel der Substanziellen Entwicklung ist, wie der Name sagt, unsere Substanz zu entwickeln. Der Weg zur achten Dimension ist frei von Absichten; der Suchende erfährt nach und nach, ob er eine bestimmte Mission zu erfüllen hat oder ob er zum Zeugen oder gar zum Vermittler zwischen den zwei Welten bestimmt ist.
Die Mehrab ist das Tor zu der Welt, die kein Schleier zu trüben vermag und die den Beginn der verborgenen Welt markiert. Die Durchführung der Übungen vor der Mehrab bringt den Vorteil mit sich, dass die Substanz, die der Suchende freilegt, mit einer besonderen Kraft ausgestattet ist. Diese Substanz kann der Suchende nicht entwickeln, indem er nachdenkt oder bestimmten Bildern und Vorstellungen folgt. Sie kann nur freigelegt werden, indem der Suchende spezielle Übungen durchführt, denen die Struktur und Methode der Substanziellen Entwicklung zugrunde liegen. Eine der Früchte, die das Üben vor der Mehrab mit sich bringt, ist, frische und spirituelle Energie auf diese Seite der Welt zu bringen. Es ist, als würde man eine Tür zu einem Garten öffnen, der eine Fruchtbarkeit verströmt, die Pläne und Projekte zum Guten wendet.
Wenn eine Person im Geist zur Ruhe kommt und das Herz ruhig und kräftig schlägt, dann entsteht ein mächtiges elektro-magnetisches Feld. Sobald dieses elektro-magnetische Feld die Mehrab erfüllt hat, beginnt es, wie ein Wasserstrudel zu wirken, der bewirken kann, ein Schiff von der Wasseroberfläche in die Tiefen des Ozeans zu ziehen. Wie in solch einem Strudel wird die Seele des Suchenden von der anderen Welt jenseits seines Körpers angezogen. Der lebendige Herzschlag eines Menschen führt unweigerlich zur Entstehung eines elektro-magnetischen Felds. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum das Herz der Mittelpunkt der Gnostiker und Sufis ist. Sie sind deshalb so stark am Herz interessiert, weil es die Pforte zu der anderen Welt darstellt. Auch Wissenschaftler haben begonnen, die menschliche Fähigkeit zur Herstellung elektro-magnetischer Felder zu erforschen.
Die Wissenschaft untersucht
Amerikanische Spezialisten haben im Norden Jordaniens ein Forschungsinstitut eingerichtet, in dem sie untersuchen, weshalb Derwische im Kontakt mit Feuer keine Verbrennungen erleiden. Wenn die Derwische ihre spirituellen Übungen ausführen, entsteht ein mächtiges elektro-magnetisches Feld um sie herum, das den Körper vor Verbrennungen schützt. Dieser Schutz ist nicht auf ihre eigenen Körper beschränkt, sondern dehnt sich auch auf andere aus, die sich in einem bestimmten räumlichen Abstand zu ihnen befinden. Manche Derwische erhielten von ihren Meistern die Erlaubnis, diese Übungen öffentlich vorzuführen, um die Wahrhaftigkeit und Gültigkeit ihrer Auswirkungen unter Beweis stellen zu können.
Die amerikanischen Wissenschaftler haben durch ihre Dokumentationen das Interesse von Forschern aus aller Welt an den Übungen der Derwische geweckt. Es liegt auf der Hand, dass ganz besonders Feuerbrigaden daran interessiert sind, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Derwische für sich nutzbar zu machen. Es steht fest, dass elektro-magnetische Felder durch bestimmte Rhythmen entstehen, etwa durch das Spiel der Daf und die Durchführung des Zhekr. Wenn auch die Wissenschaft den Mechanismus nicht erklären kann, so ist es doch eine wissenschaftliche Tatsache, dass er funktioniert. Damit ist die Wissenschaft zwar einem Dilemma ausgesetzt, weil diese Vorgänge ein für sie unerklärliches Rätsel bleiben, doch das ändert nichts an deren Wahrhaftigkeit.
Doch warum gestaltet es sich derart schwierig, Informationen über diese wissenschaftlichen Forschungen zu gewinnen? Die Wissenschaftler stehen erst am Anfang ihrer Forschungen und sind deshalb äußerst skeptisch gegenüber diesen Phänomenen und weigern sich sogar, deren Gültigkeit anzuerkennen. Doch nachdem sie alles sorgfältig dokumentiert haben und sie sich die Wirksamkeit der spirituellen Übungen eingestehen müssten, sie aber noch immer nicht wissenschaftlich erklären können, von diesem Moment an beginnen sie, die Ereignisse zu verklären. Dazu versehen die Forscher die Phänomene mit einem Heiligenschein von Geheimnissen und verhindern die Veröffentlichung und Verbreitung ihrer Forschungsergebnisse. Sie möchten ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse für ihre Eigeninteressen missbrauchen, sie schaffen neue Waffen und andere Mittel mit desaströsen Effekten. Andererseits haben sie das Prinzip der Radiologie aber auch für die Medizin nutzbar gemacht.
Das System der RMI – eine Technologie, die ermöglicht, die Körperfunktionen von innen heraus zu beobachten – basiert auf herumwirbelnden Elektronen in den Molekülen der Körperzellen, die mit Hilfe bestimmter Rhythmen der Vibration ausgesetzt werden. Der Mechanismus funktioniert folgendermaßen: die Geräte setzen den Körper einer bestimmten Vibration aus und die Körperzellen schwingen ebenfalls. Wenn Vibration durch die Geräte abgestellt wird, übernimmt der Körper eben diese Schwingung. Dies ist das Prinzip, das dem Spiel der Daf zugrunde liegt. Seit langer Zeit nutzen die Derwische diesen Mechanismus zur Beobachtung von Körperfunktionen, auch ohne sich mit Technologie befasst zu haben.
Rumi sprach schon über die Schwingungen
Rumi spricht in seiner Lyrik über die Schwingungen seiner Körperzellen unter dem Einfluss von Rhythmen. Rumi war sich also schon vor 760 Jahren über Tatsachen im Klaren, die die Wissenschaft erst allmählich erkennt. Aber dies ist nur ein Beispiel dafür, dass die Mystik Einblicke in Gebiete hat, die die Wissenschaft bis heute vor ein Rätsel stellen oder ihr gar vollkommen unbekannt sind. Um die Funktionsweise der Mehrab noch besser zu verstehen, schauen wir uns ein weiteres wissenschaftliches Feld an, das die Forschung an ihre Grenzen bringt.
Interessante Phänomene
Jacques Vallee ist ein französischer Astronom, der für die NASA in den USA arbeitet. Er ist Spezialist für Phänomene, die bislang nicht abschließend erklärt sind. In diese Kategorie fallen all jene Objekte, die auf der Erde stehen, in der Luft schweben oder sich schaukelnd oder unglaublich schnell fortbewegen, um dann von einem auf den anderen Moment zu verschwinden. Ihr Erscheinen und Verschwinden ist ebenso plötzlich wie unvorhersehbar. Beobachter schätzen ihre Geschwindigkeit auf 20.000 km/h, ohne dass die Schallmauer durchbrochen wird. Völlig unvermittelt verschwinden sie vom Radarschirm und sind mit den Gerätschaften zu ihrer Beobachtung nicht mehr zu orten. Parallel zu ihrer Erscheinung vollzieht sich ein Wandel des elektro-magnetischen Felds auf der Erde. All diesen Erscheinungen ist gemeinsam, dass sie von einem bestimmten Ereignis begleitet werden: Kompasse hören auf, zu funktionieren.
Das bedeutet, dass während der Erscheinung solch eines unbekannten Objekts ein extrem wirkungsmächtiges elektro-magnetisches Feld entsteht. Wenn solche Phänomene konkrete Spuren hinterlassen, können diese mit Hilfe wissenschaftlicher Instrumente untersucht werden. Gemeinhin sind diese Phänomene als UFOs bekannt, als „Unbekannte Flugobjekte". Diese Bezeichnung legt nahe, dass die Bandbreite der Erscheinungen über die eines Flugobjekts hinausgeht. Aber wie auch immer wir diese Phänomene benennen, nach ausgiebigen Forschungen ist die Wissenschaft an einen Punkt gelangt, an dem sie bekennen muss, dass es da zwar etwas gibt, aber seine Funktionsweisen nicht näher bestimmt werden können.
Wissenschaftler interpretieren diese Beobachtungen auf zweierlei Weise. Manche vertreten die Auffassung, diese Objekte entstammten unserem materiellen Universum und es handele sich um Besucher aus benachbarten Galaxien. Ihre Technologie sei der unseren überlegen. Andere Wissenschaftler wie Jacques Vallee sind der Meinung, wir sollten die Herkunft dieser Phänomene mit einer anderen Dimension erklären, die mit unseren fünf Sinnen nicht wahrzunehmen sei.
Diese Vorgänge lassen sich mit einem Fernsehprogramm vergleichen. Wenn man ein Programm einschaltet, ist es sichtbar, und wenn man es ausschaltet, ist es nicht mehr zu sehen. Mehrere Zeugen solcher Phänomene haben berichtet, dass auch Schiffe oder Flugzeuge in der Nähe des UFOs plötzlich wie vom Erdboden verschluckt waren. Niemals konnten später Spuren dieser Objekte gefunden werden, was ihr Ausscheiden aus der materiellen Welt nahelegt. Nach 55 Jahren wissenschaftlicher Studien ist die Forschung zu der Erkenntnis gelangt, dass diese Phänomene ihren Ursprung auf der „anderen Seite des Vorhangs" haben und aus einer anderen Dimension zurückkehren. Dies ist ein weiteres Beispiel für Phänomene, die die heutige Forschung vor Herausforderungen stellen, weil sie sie noch immer nicht zu erklären vermag.
Vom Dunkeln ins Licht
Für den Suchenden ist es nicht von Bedeutung, ob materielle Objekte die Dimension wechseln können. Gewiss ist, dass die Seele imstande ist, sich zwischen den Dimensionen zu bewegen. Dies setzt zweierlei voraus: zum einen ein mächtiges Feld, das die Energie anzieht und zum anderen das Kanalisieren der Energie in die richtige Richtung. Das Praktizieren vor der Mehrab basiert auf der Bündelung von Energie, die durch das elektro-magnetische Feld des Herzens freigesetzt wird. Diese elektro-magnetischen Felder sind nicht nur in ihrer Existenz wissenschaftlich anerkannt, sie stehen auch in Beziehung zu UFOs, die eine Veränderung des sie umgebenden elektro-magnetischen Felds bewirken.
Somit fällt es uns nun ein wenig leichter, zu verstehen, wie die Übungen vor der Mehrab funktionieren. Doch in welcher Beziehung stehen die Mehrab und das Herz des Suchenden? Die Erfahrung, die ein Suchender vor der Mehrab sammeln kann, ist um ein vielfaches intensiver als jene Erfahrung ohne Mehrab. Der Kopf ist leer, das Herz schlägt ruhig und folgt einem bestimmten und mächtigen Rhythmus. Die Mehrab vor Ihnen verfügt über ein verborgenes Geheimnis und steht in Beziehung mit der umherwirbelnden Energie, die Ihr Herzschlag freisetzt. Wenn Sie im Dunkeln vor der Mehrab sitzen, erreicht Sie das Licht der Mehrab. Dies ist der Weg vom Dunkeln ins Licht.
Helmut Gabel
www.perledersufis.de