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Meckatzer Löwenbräu: Erste bayerische Brauerei mit Umwelt- und Sozialerklärung

Autor: teltscher | Erstellt am: 23.04.2009 | Gelesen: 2077
Kategorie: Energie - Klima & Umwelt | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Meckatzer in Sachen soziales Enagement Branchenvorreiter

Meckatzer Löwenbräu
Meckatzer Löwenbräu
Die zuletzt 2008 aktualisierte und nach der EMAS II-Verordnung validierte Umwelterklärung der Meckatzer Löwenbräu wurde in diesem
Jahr erstmalig um die sozialen Aspekte der Geschäftstätigkeit zur Umwelt- und Sozialerklärung erweitert. Die Familienbrauerei gibt der Öffentlichkeit somit einen transparenten Einblick in ihr Bemühen um ein unternehmerisches Handeln, das der Natur und den Menschen gerecht
wird. Die Meckatzer Löwenbräu ist in der Braubranche mit dieser Umwelt- und Sozialerklärung Vorreiter für neue Maßstäbe in Sachen Umweltschutz und soziale Bemühungen. Eine Umwelt- und zugleich Sozialerklärung in dieser Form gibt es in der Branche in Bayern so bisher
nicht.

Systematische Erfassung der Umweltschutzaktivitäten seit 1994

Bereits 1994 hat die Meckatzer Löwenbräu – als eine der ersten Brauereien Deutschlands – ein Umweltschutzhandbuch erarbeitet, welches ermöglicht in allen umweltrelevanten Bereichen des Unternehmens systematisch vorzugehen. Es definiert die Umweltschutzziele, hält organisatorische Strukturen fest und beschreibt konkret die Aufgaben der Mitarbeiter/innen in den betroffenen Bereichen. Im April 1995 zertifizierte die IHK Lindau die Brauerei im Rahmen des Projekts „Umweltbewusste Unternehmensführung". 1996 nahm die Meckatzer Löwenbräu freiwillig am „EG-Öko-Audit" und beim „Umweltpakt Bayern" teil. Im Juli 1999 erfolgte die Re-Validierung. Nach der Novellierung der „EG-Öko-Audit Verordnung" im April 2001 gestaltete die Meckatzer Löwenbräu 2002 das Umweltschutzhandbuch nach den Vorgaben der EN ISO14 001 und wurde im Juli 2002 erstmals nach der neuen „EMAS II-Verordnung" überprüft und validiert. Die turnusmäßigen Re-Validierungen erfolgten 2005 und 2008.

Das Eco-Management and Audit Scheme

(EMAS) geht über ein reines Managementsystem hinaus: Es ist leistungsorientiert da es auf eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen eines Unternehmens ausgerichtet ist. Fortschritte im Umweltbereich wurden bei der Meckatzer Löwenbräu in den letzten Jahren z. B. durch das hochmoderne Würzekochsystem mit kürzeren Kochzeiten und dadurch deutlich geringerem Energiebedarf erzielt. Schon seit 1994 stellt das mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerk eine hocheffiziente Eigenstromerzeugung sicher – der darüber hinaus benötigte Fremdstrom wird über die Vorarlberger Kraftwerke zu 85% aus erneuerbarer Energie gewonnen.

Der Mensch als Motor

„Entscheidend für das Gelingen eines integrierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystems ist jedoch der Mensch. Der/die Mitarbeiter/
innen, welche mit ihren Ideen, ihrem Können und ihrem Verantwortungsgefühl Motor für Verbesserungsprozesse im Unternehmen sind",
meint geschäftsführender Gesellschafter Michael Weiß und setzt fort: „die Meckatzer Löwenbräu fühlt sich daher auch verpflichtet für innerbetriebliche Arbeitssicherheit, Gesundheitsvorsorge und ein im Arbeitsalltag menschliches Miteinander zu sorgen. Gelernt haben wir dies von Lena Weiß, meiner Urgroßmutter. Sie hat nach dem Tod ihres Mannes nicht aufgegeben, sondern die 1853 gemeinsam erworbene Brauerei – zum Wohle ihrer Kinder und vieler Familien in Meckatz – mit Mut und Tatkraft weitergeführt."

Gesundheitsvorsorge mit Thai-Chi, Klettern oder im Italien-Urlaub

Für ihre Mitarbeiter/innen geht die Familienbrauerei nicht nur in Sachen Arbeitssicherheit über das hinaus, was die Vorschriften abverlangen. Auch in punkto Gesundheitsvorsorge und Gemeinschaftspflege engagiert sich das Unternehmen über das sonst übliches Maß: Gesundheit beginnt in Meckatz mit dem Bewusstsein, dass sowohl ein gesunder Geist als auch ein gesunder Körper gezielte Schulung und Training benötigen. So bieten die Meckatzer den Mitarbeiter/innen Maßnahmen an, die bereits vor dem Eintritt von Beschwerden und Krankheiten Wirkung zeigen. Beispielhaft war 2002 die Initiative von Logistikleiter Franz Kirchmann, der das Modellprojekt „Meckatzer Gesundheitswerkstatt" auf den Weg brachte. Seither gibt es diese in der Region einzigartige Einrichtung, die 15 Gerätetypen, einen Entspannungsraum, eine Infrarotliege und eine Vielzahl von Kleingeräten beherbergt.

„Ein Physiotherapeut hilft zudem zweimal wöchentlich interessierten Mitarbeitern bei der Nutzung der Fitnessgeräten und leitet Spezialkurse wie Thai-Chi oder Pilates", erklärt Franz Kirchmann. Ein Ergebnis davon ist, dass die Krankheitsquote heute bei der Meckatzer Löwenbräu deutlich gesunken ist. Durch Mitarbeiter-Abende, die im jährlichen Wechsel mit erlebnisorientierten Mitarbeiterausflügen – zuletzt wurde ein Klettergarten besucht – stattfinden, versucht der Familienbetrieb zudem das Gemeinschaftsgefühl und die informellen Kommunikationsstrukturen zu fördern. „Dabei werden auch die Angehörigen nicht vergessen: Am Familientag lädt die Brauerei neue Mitarbeiter/innen mit ihren Familien zu Brauereibesichtung und Brotzeit ein. „Auf Initiative von Benedikt Weiß, meinem Cousin und Vorgänger, übernehmen wir zudem für jede/n Mitarbeiter/in in Vollbeschäftigung alle vier Jahre die Kosten für einen zehntägigen Südtirol-Urlaub. Das Angebot besteht seit über 40 Jahren", resümiert Brauereichef Michael Weiß.

Lena-Weiss-Initiative: Soziale Fürsorge auch außerbetrieblich

Neben dem innerbetrieblichen sozialen Engagement, sieht sich die Brauerei auch in der Verantwortung für die Menschen in der Region und hat im Jahr 2003 zum 150-jährigen Familienjubiläum die Lena-Weiss-Initiative gegründet. Ihr Ziel ist, den Menschen Mut zu machen, sich auf ihre Fähigkeiten und Stärken zu besinnen, und selbst Probleme anzugehen. „Nur wer aktiv wird, kann für sich oder in der Gesellschaft etwas bewegen", meint dazu Michael Weiß.

„Die Lena-Weiss-Initiative unterstützt Menschen bei der Umsetzung von Ideen und Projekten, die diesen Werten gerecht werden. Beispiele sind Ernährungsberatung oder Umweltaufklärung für Kinder; die Übernahme von Patenschaften für lernschwache Schüler/innen; Zirkus- und Theateraktionen, die das Selbstbewusstsein kleiner Amateurartisten und -schauspieler stärken oder Wettbewerbe, rund um die zukünftige Entwicklung unserer Heimatregion." Als Grund für die Veröffentlichung des Berichtes gibt Michael Weiß, der auch das Amt des Präsidenten des bayerischen Brauerbundes bekleidet, an: „Wir haben diesen Umwelt- und Sozialbericht erstellt, weil für die Menschen Transparenz immer wichtiger wird. Zunehmend informieren sie sich über das, was sie zu sich nehmen und möchten sich mit dem Hersteller auch identifizieren können. Mit unserem Umwelt- und Sozialbericht geben wir ihm eine Orientierungshilfe.
 
 
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