Volvo Lkw
Zurückzuführen ist die Maut-Idee für vierspurige Bundesstraßen auf einen Beschluss der Sparklausur Anfang Juni, bei der das größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 80 Milliarden Euro ausgemacht worden war. Ganz ursprünglich war die reale Umsetzung der Erweiterung der LKW Maut auch auf vierspurige Bundesstraßen ab Anfang nächsten Jahres, genauer gesagt ab dem 1. Januar 2011, geplant – doch es scheint nun eine Verzögerung in der Umsetzung des Plans zu geben.
Bislang wurde noch nicht einmal eine vollständige Liste der Straßen zusammengestellt bzw. vorgelegt, die davon künftig betroffen sein sollen. Doch wie das Blatt Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Quellen im Bundesverkehrsministerium kürzlich veröffentlichte, kann der geplante Termin nun doch nicht eingehalten werden. Es sei nämlich noch immer in Prüfung, unter welchen rechtlichen, technischen und organisatorischen Bedingungen neue Strecken mit einer Maut für Lkw (MAN Lkw,
Volvo LKW, Mercedes-Benz Lkw etc.), versehen werden könnten, zitiert die Zeitung einen Sprecher von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).
Aber das Ministerium ließ verlauten, dass aber die Ausdehnung der Maut in jedem Fall noch im Jahr 2011 stattfinden soll. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte des Öfteren betont, die LKW Maut werde zum 1. Januar 2011 erweitert, damit mehr Geld zum Ausbau des Verkehrsnetzes in die Kassen fließt. Das Vorhaben, bis zu 3.500 Kilometer der Bundesstraßen mit einer Maut zu versehen, könne auch am Widerstand der Länder und Kommunen scheitern, die befürchteten, dass sich der Verkehr dann auf Landstraßen und Ortschaften verlagern könnte und die in der Maut überdies eine Verschlechterung der Standortbedingungen für die örtliche Wirtschaft sähen.