Matratzentypen
Welche Matratze ist für wen die Richtige?
Eine unpassende
Matratze kann durchaus ein Auslöser für massive Schlafprobleme, Schmerzen im Rücken und im Nacken und ein Gefühl von Schlappheit am nächsten Tag sein. Viele Stunden seines Lebens verbringt ein Mensch in seinem Bett, auf seiner Matratze. Es soll einen erholsamen gesunden Schlaf bieten und dazu müssen die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sein. Diese lassen sich jedoch nicht immer so einfach umsetzen, denn jeder Mensch ist körperlich ganz unterschiedlich beschaffen und besitzt ganz individuelle Ansprüche an die Bettausstattung. Neben dem Bettzeug und dem Lattenrost ist die Matratze eine ganz wesentliche Voraussetzung für die Qualität und die Quantität des Schlafes und des körperlichen und seelischen Wohlbefindens.
Der Handel bietet im Zusammenhang mit Matratzen ein enorm umfangreiches Angebot, welches vorwiegend aus hochwertigen Matratzen besteht. Das Problem für die Kunden liegt in diesem Bezug darin, die für ihn geeignete Matratze zu finden.
Zu den angebotenen
Matratzentypen gehören zum Beispiel die sogenannten Federkern-, Latex- oder Kaltschaummatratzen. Auch Matzraten aus natürlichen Materialien werden jedoch zunehmend wieder im Handel angeboten. Nicht jede Matratzenart ist für jeden Menschen gleich geeignet und gleich vorteilhaft. Einige Menschen bevorzugen bereits nach ihren eigenen Wahrnehmungen entweder weiche oder harte
Matratzen, schlafen gut auf Latex und weniger gut auf Kaltschaumerzeugnissen. In den vergangenen Jahren wurden insbesondere die Schaumstoffmatratzen abgelehnt, da sie als Produkte von minderwertiger Qualität befunden wurden. Außerdem ist die Annahme nicht richtig, dass Latex Matratzen aus Naturgummi bestehen. Natürlicher Latex würde sich unter permanentem Lichteinfluss auflösen. Federkern-Matratzen werden mit stützenden Federn aus Metallen ausgestattet. Diese werden in modernen Federkern-Matratzen überwiegend durch Taschenfederkerne ersetzt. Sie passen sich optimal an die Körperstrukturen an. Meist werden im Handel sehr preiswerte Taschenfederkern-Matratzen angeboten. Es sollten jedoch keine Billigprodukte sein, da sich diese recht schnell durchliegen, die Federn ihre Elastizität verlieren und damit eigentlich in kurzer Zeit unbrauchbar geworden sind.
Wenn die Wahl auf die neuartigen Federkern-Matratzen fallen soll, dann ist es ratsam, die sogenannten Taschenfederkern-Matratzen zu bevorzugen. Beim Liegen auf diesen
Matratzen verhalten diese sich so, dass sie ein sogenanntes punktuelles Einsinken von Schultern und Hüften ermöglichen. Dies ist besonders wichtig bei der Vermeidung von unnötigen Belastungen und Fehlhaltungen der Wirbelsäule. Eine gute Matratze stützt die Wirbelsäule optimal, wenn die natürlichen Biegungen des Rückrates unterstützt werden. Dazu ist es vorteilhaft, wenn eine Matratze so weich ist, dass das Becken und die Schultern einsinken können. Somit wird die Wirbelsäule anatomisch gelagert, Verspannungen können vermieden werden. Das Einsinken dieser Körperregionen ist insbesondere dann bedeutsam, wenn es sich bei den Schlafenden vorrangig um sogenannte Seitenschläfer handelt. In der Rückenlage wird das Kreuz im Bereich der Lendenwirbel so gestützt, dass ein Hohlkreuz entstehen kann und eine gerade Liegeposition möglich ist.
Latexmatratzen sind nur dann empfehlenswert, wenn sie sich dem Körper anpassen und spezielle Hohlräume besitzen. Sie sind jedoch nur schlecht belüftbar.
Für rückenkranke Personen ist es ungünstig, eine Matzratze aus Latex zu nutzen, da sie ein enormes Eigengewicht besitzt und bereits das Einlegen zum Problem werden kann. Auch das Wenden und Beziehen der Matratzen kann aus diesem Grund rückenschädlich sein. Schaumstoff-Matratzen sind dagegen wesentlich leichter und sind daher gerade Menschen mit bestehenden Rückenproblemen zu empfehlen.
Ein fachlich wichtiger Hinweis besteht in dem Rat, dass Menschen mit einer großen Körpergröße und einem hohen Gewicht vorrangig eine härtere Matratze aussuchen sollten, da diese eine bessere Stützfunktion bietet. Kleinere und vom Körpergewicht leichte Personen können dagegen eine weiche Matratze nutzen. Um dies herauszufinden, kann ein ausgiebiges Probeliegen eine günstige Möglichkeit darstellen.
Grundlegend bei der Wahl der Matzratze ist außerdem der Aspekt, dass der Körper über die Ruhephase in der Nacht eine optimale Liegeform erzielen kann, so wie es individuell notwendig ist. Ein Nachteil von einzelnen Matratzenarten ist, dass sie sich dem natürlichen Körperbau nicht anpassen können und Rückenprobleme die Folge sind.
Einen positiven Einfluss auf den Schlaf nimmt eine Matratze auch dann, wenn sie eine entsprechende Verteilung des Druckes verschiedener Körperregionen realisieren kann. In diesem Zusammenhang spielt die sogenannte Druckpunkt-Elastizität der Matratze eine zentrale Rolle. Sie sollte hauptsächlich in der Schulter-Nackenregion gut ausgeprägt sein.
Personen, welche unter chronischen Schmerzen durch einen Gelenkverschleiß leiden, sollten eine Matratze wählen, welche den Druck in den betroffenen Körperregionen besser verteilen kann und somit Schmerzen und Entzündungen vorgebeugt werden. Die schmerzhaften Verschleißerscheinungen können auch an den Knien massiv auftreten, wenn keine genügende Abpolsterung durch die entsprechende Matratze erfolgt.
Viele Menschen nutzen über lange Jahre alte und teilweise durchgelegene Matratzen. Diese können zu Taubheitsgefühlen in den Armen und damit zu einem unruhigen Schlaf führen. Besitzt eine Matratze einen guten Druckausgleich im Bereich der Unterschenkel, so können damit bei bestehenden Venenerkrankungen Schwellungen in den Unterschenkeln vermieden werden. Bei einem
Matratzenkauf sollte auf diese Besonderheiten hingewiesen werden.
Eine wichtige Bedeutung besitzen
Matratzen auch in Hinsicht auf allergische Erkrankungen. Diese können im Zusammenhang mit Hausstaubmilben entstehen. Matratzen mit speziellen Überzügen aus textilen Materialien, welche mit Silberfäden durchwoben sind, besitzen eine besonders antibakterielle Wirkung. Außerdem hemmen diese die Bildung von Hausstaubmilben und wirken gegen Viren und Pilze und andere Krankheitserreger. Für Allergiker ist in Bezug auf Matratzen eine Wasserbett zu empfehlen.