Crushen - Steigerung der Luftdurchlässigkeit des Schaumstoffs durch Kompression
Diese Eigenschaften werden positiv beeinflusst durch das Crushen den Schaumstoffs. Beim Crushen wird der Schaumstoffblock zu einem Bruchteil seiner eigentlichen Höhe zusammengepresst und mit zwei Walzen durchgewalkt. Bei diesem Verfahren platzen die Luftblasen im Schaum, die Zellstruktur wird aufgebrochen. Der Schaumstoff ist luftdurchlässiger und die Feuchtigkeit wird besser abtransportiert.
Die Qualität einer Matratze wird durch folgende Eigenschaften definiert:
- Liegekomfort
- Stützfunktion
- Lebensdauer
- Mikroklima
Der Liegekomfort ist umso höher, je größer die Kontaktfläche der darauf liegenden Person mit der Matratze ist. Ziel ist es, den Druck möglichst gleichmäßig auf den Körper zu verteilen.
Nun könnte man annehmen, weiche Matratzen seien die Besten, da sie gute Druckentlastungswerte erzielen. Dem entgegen steht jedoch der zweite Faktor, der für die Qualität einer Matratze entscheidend ist: Die Stützfunktion. Die Matratze soll den Körper in den Körperhohlräumen durch eine angenehme Festigkeit so unterstützen, dass er in einer ergonomisch gesunden Stellung ruhen kann. Die Matratze sollte also die ideale Balance zwischen Druckentlastung und Stützkomfort bieten. Diese Balance findet man insbesondere bei sogenannten Mehrzonenmatratzen, die sich sowohl auf unserer Profiliermaschine EP als auch auf unseren horizontalen Konturenschneidemaschinen in großer Vielfalt herstellen lassen.
Die Lebensdauer einer Matratze ist umso länger, je höher das Raumgewicht des Schaumstoffes ist. Ist das Raumgewicht zu niedrig, ist der Schaumstoff meist nach kurzer Zeit nicht mehr elastisch und entwickelt Kuhlen, der Körper liegt nicht mehr optimal. Gute Matratzen haben ein Raumgewicht von etwa 50 kg/m³.
Als Mikroklima bezeichnet man die Fähigkeit einer Matratze, die vom Körper in der Nacht abgesonderte Feuchtigkeit schnell abzutransportieren und durch Luftdurchlässigkeit Schweißbildung zu verhindern. Diese Merkmale findet man nur bei qualitativ hochwertigen Schaumstoffen. Durch Crushen des Schaumstoffes nach dem Ausreifen im Reaktionslager kann man diese Luftdurchlässigkeit des Schaumstoffes nach der Schäumung noch erhöhen.
Crushen - Steigerung der Luftdurchlässigkeit des Schaumstoffs durch Kompression
Beim Crushen wird der Schaumstoffblock zu einem Bruchteil seiner eigentlichen Höhe zusammengepresst und mit zwei Walzen durchgewalkt. In Abhängigkeit der Materialqualitäten sind bei zwei- bzw. dreimaligem Crushvorgang Kompressionsverhältnisse von 1:13 möglich (Blockhöhe 1300 mm, kleinster, möglicher Walzenabstand 100 mm). Bei diesem Verfahren platzen die Luftblasen im Schaum, die Zellstruktur wird aufgebrochen. Der Schaumstoff ist luftdurchlässiger und die Feuchtigkeit wird besser abtransportiert. Um die Crushergebnisse weiter zu verbessern, wurde der Kompressionsrollengang des Bäumer-Crushers annähernd symmetrisch angeordnet. Der Schaumstoff wird nun von oben und von unten zentrisch zur Kompression transportiert und so besser gewalkt. Desweiteren wurde die Form der Walzen optimiert und ihre Geschwindigkeit auf diese neue Form ausgerichtet. Dank dieser Methode werden die meisten Bläschen, insbesondere im inneren und unteren Bereich des Schaumstoffblockes zum Aufplatzen gebracht. Diese Verbesserung ist auf die Modifikation der Verfahrenstechnik zurückzuführen, die es ermöglicht, einzigartige Crushergebnisse zu erzielen.