Mit Latex erstellter Ausdruck
Wer kennt nicht das Problem: Man möchte eine überzeugende Arbeit abliefern und verzweifelt an der Darstellung mathematischer Ausdrücke. Zwar lassen sich manche Aufgabenstellungen gut mit gängiger Textverarbeitungssoftware bewältigen, doch entweder ist das Ergebnis nicht so richtig überzeugend und der Anwender braucht unverhältnismäßig viel Zeit um sich mit der Funktionalität vertraut zu machen. MS Word und das kostenlose Konkurrenzprodukt von OpenOffice bieten Formeleditoren an. Aber die Ausgabe und Bedienbarkeit sind nicht wirklich zufriedenstellend.
Es gibt also aus gutem Grund spezialisierte Software, die das Problem lösen hilft. Zwei Lösungen werden hier exemplarisch vorgestellt: die kostenlos verfügbare Textgestaltung mit Latex und der Formeleditor
MathType.
Latex ist ein
Open Source Projekt. Als Textsatzprogramm geht sein Funktionsumfang weit über die Formelgestaltung hinaus. Latex genügt ohne Weiteres auch professionellen Ansprüchen. Es wird gerne an Hochschulen sowohl von Studenten als auch von Lehrenden bei der Erstellung von Arbeiten und Lehrmaterialien vielfach verwendet. Allerdings im Zusammenspiel mit anderen Programmen, die die Bequemlichkeiten eines Texteditors bieten. So gibt es zum Beispiel für Windows Betriebssysteme die Miktex-Distribution. Die FernUniversität Hagen bietet das Softwarepaket inklusive ausführlicher Anleitung zum freien Download an.
Mit Latex lassen sich grundsätzlich alle Aufgabenstellungen bei der Formelgestaltung in hervorragender Qualität erledigen. Die zahlreichen Schrift- und Zeichensätze lassen kaum Wünsche offen. Jedoch gibt es das tolle Resultat nur, wenn man sich eingehend mit dem umfangreichen Befehlsrepertoire vertraut gemacht hat.
MathType, aus dem Hause Design Science, bietet dem Anwender einen reinen Formeleditor. Dieser ist besonders einfach zu bedienen. Und das bei sehr guter Textausgabe. Die Erstellung einer mathematischen Formel geschieht per Mausklick. Einfacher geht es nicht. Die Kopfzeile des Programmfensters bietet ein umfangreiches Menü an Symbolen und Eingabeformen. Ob man einen Grenzwert, einen komplizierten Bruch oder ein Integral schreiben möchte: viele Formeln sind vorkonfiguriert, so dass man sie per Drop and Drag einfügen kann, um anschließend eigene Zahlen an die Stelle der Platzhalter einzutippen.
Das Menü enthält verschiedene Register zur gezielten Wahl von zugehörigen Symbolen bzw. Ausdrücken: Algebra, Ableitung, Statistik, Matrix, Mengen, Trigonometrie, Geometrie, plus zwei Register, die man mit eigenen Inhalten füllen kann.
MathType ist auf die Zusammenarbeit mit anderen Programmen bestens vorbereitet. Die MathType-Menüleiste lässt sich in die Word-Menüleiste integrieren und von dort aus bedienen. Aber auch mit OpenOffice arbeitet MathType problemlos zusammen. Neben vielen Neuerungen bietet die aktuellste Version 6.6 auch eine Handschrifterkennung an, so dass dem Anwender eine zusätzliche Möglichkeit der Eingabe geboten wird. Ferner kann man Formeln aus anderen Texten oder von Websites kopieren, bearbeiten und speichern.
Mehr Informationen und Anwendungsbeispiele gibt es bei fb-Web-Tutor, der offizieller Verkäufer von
MathType ist, und - auf Englisch - bei Design Science. Der Hersteller bietet den Download einer 30-Tage-Testversion an, die mit eingeschränkter Funktionalität auch auf Dauer kostenlos nutzbar ist.
Schüler, Studenten und Lehrende erhalten MathType zu vergünstigten Konditionen.
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