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Mathematik auf Briefmarken

Autor: fb-Web-Tutor | Erstellt am: 05.05.2010 | Gelesen: 1207
Kategorie: Freizeit - Hobby & Unterhaltung | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Entstaubte Philatelie als Sympathieträger der Wissenschaften

Albert Einstein Briefmarke mit Bezug zur Mathematik
Albert Einstein Briefmarke mit Bezug zur Mathematik
Sicher: Im digitalen Zeitalter mag es womöglich antiquiert wirken die Aufmerksamkeit Jugendlicher auf die Briefmarke lenken zu wollen. Die Briefmarke, das kleine Papierschnipsel, das auf der Zunge nicht gerade den besten Eindruck hinterlässt und die gerade dabei ist ihre Rolle bei der Postbeförderung einzubüßen.

Und dennoch kann die Annäherung an die Briefmarke reizvoll sein. Eine Briefmarke ist weit mehr als der Nachweis für entrichtetes Beförderungsentgelt. Sie ist, und war schon immer, ein Stück Kultur. Die Betrachtung von Briefmarken ist eine Art sich der Kulturgeschichte zuzuwenden. Ihre kulturelle Bedeutung haben die Briefmarkenherausgeber recht schnell erkannt und haben sie als Träger von Botschaften bewusst eingesetzt. Jedes Land tut dies auf seine Weise.

Briefmarken mit Bezug zur Mathematik zu betrachten, bedeutet also der jeweils geschichtlich und geographisch verschiedenen Rezeption dieser Wissenschaft nachzuspüren. Wer sich auf die Reise durch die gezackte Welt der mathematischen Philatelie macht, der wird Mathematik aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Das steigert nicht unbedingt das abstrakte mathematische Wissen, aber es kann dazu beitragen die Berührungsangst mit dieser Wissenschaft zu verlieren.

Mathematische Themen auf Briefmarken sind häufiger als man vermuten würde. Viele Briefmarken sind verdienten Mathematikern gewidmet. Die männliche Form ist hier völlig angebracht. Gewürdigte Mathematikerinnen kann man an den Fingern einer Hand abzählen. Bei der Würdigung greifen die Länder gerne auf ihre nationalen Wissenschaftler zurück. Doch das ist glücklicherweise nicht die zwingende Regel.

Mathematik auf Briefmarken ist mehr als eine bloße Aneinanderreihung von Köpfen. Nicht selten werden die Darstellungen der Wissenschaftler von Formeln, Symbolen, mathematischen Instrumenten begleitet. Dabei sind bestimmte Konstellationen durchaus typisch. Einstein etwa, übrigens ein weltweit sehr beliebtes Briefmarkenobjekt, wird häufig von der Formel für die Äquivalenz von Masse und Energie begleitet. Newton wird den berühmten Apfel kaum los und Kopernikus hat die Amillarsphäre als ständigen Begleiter zu akzeptieren.

Im Spiegel der Briefmarken erkennt man einen kontinuierlichen Wandel der Anwendungsgebiete der Mathematik. Strenge Grenzen waren dieser Disziplin noch nie zu setzen. Sie ist in gewisser Weise universal. Sie lässt kaum einen Lebensbereich aus. Für das Sammelgebiet "Mathematik auf Briefmarken" bedeutet dies ein überaus reiches Reservoir an Motiven. Gewiss spielen die Physik und die Astronomie hierbei eine ausgezeichnete Rolle. Andererseits erkennt man die ordnende Hand der Mathematik auch in der Ordnung der Postleitzahlen, in der Kunst (man denke nur an die Perspektivlehre und den Goldenen Schnitt), bei Volkszählungen, in der politisch motivierten Statistik.

Die zahlreichen Briefmarkenmotive helfen die Bedeutung der Mathematik im Allgemeinen zu erkennen, und zwar auf eine sehr anschauliche, ästhetische Weise. Und vielleicht hinterläßt der Rundgang durch eine Briefmarken-Sammlung nicht nur kulturgeschichtliche sondern tatsächlich auch mathematische Spuren. Es gibt Briefmarken, die in der komprimierten Darstellung abstrakter Zusammenhänge didaktisch geradezu hervorragend sind.

Und noch einen Vorteil hat eine Briefmarke: sie ist klein und statisch. Sie ist real. Erst wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt entlockt man ihr ihre Reize und Informationen. Manche Details erkennt man nur mit der Lupe. Und nicht zuletzt: eine Briefmarke will pfleglich behandelt werden, will man sie nicht auf Dauer in ihrer verletzlichen Schönheit schädigen.

In der Summe kann die Briefmarke mehr als ein netter Zeitvertreib sein. Sie kann quasi en passant die Allgemeinbildung fördern und das Wahrnehmungsverhalten entschleunigen helfen.Und im besten Fall kann sie für die Mathematik auf unterhaltsame Weise Sympathien wecken.

Die Sammlung von fb-Web-Tutor umfaßt ca. 700 Briefmarken, Blocks und Ersttagsbriefe. Mehr als 400 sind derzeit schon digitalisiert und auf der Website zu sehen.

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