Innovation und Wertanalyse
Innovationsfähigkeit bewerten, vergleichen, steigern: es geht darum, eine Bewertung zu generieren, mit der eine Aussage darüber ermöglicht wird, wie innovationsfähig das Unternehmen ist. Es soll vermieden werden, dass gute Ideen vor der Zeit verkümmern. Wer nachhaltig wettbewerbsfähig sein will, darf sich nicht auf den Zufall verlassen, sondern muss systematisch neue Ideen entwickeln. Mit entsprechenden Instrumenten lässt sich für relevante Gestaltungsfelder des Innovationsmanagements bewerten, wie gut das Unternehmen in der Lage ist, Innovationsprozesse erfolgreich zu gestalten. Anhand standardisierter Zahlenwerte zur Innovationsfähigkeit kann a) sich das Unternehmen bei Kunden als innovativer Partner empfehlen, b) sich das Unternehmen im Kreditgespräche bei Banken hinsichtlich seiner Zukunftsfähigkeit empfehlen (Nach Basel II-Richtlinien spielen neben harten Zahlen auch schwerer einzuschätzende weiche Faktoren eine Rolle). Das Verfahren der Wertanalyse wurde entwickelt, um Produktionskosten zu senken. Später wurde das Konzept auch auf andere Bereiche übertragen, u.a. auch zur Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte. Produkte und Prozesse werden in ihre einzelnen Funktionen/Bestandteile zerlegt und untersucht, wie die Kostenanteile der einzelnen Funktionen zueinander stehen. Ziel ist, Kosten zu senken, ohne die Qualität der Funktionen zu mindern. Untersucht werden vorrangig die großen Kostenblöcke, da diese die größten Einsparpotenziale bieten. Eine breite Palette von weiteren Maßnahmen im Konzept der Wissensbilanz wird behandelt bei Becker,
Jörg: Wissensbilanz und Geschäftsplanung, ISBN 9783837075649.Auf Basis der Konzepte für Wissensbilanzen geht es u.a. auch um Business Reengineering, Geschäftsprozesse, Customer Retention, Fremdbildanalyse, SWOT-Analyse, Kernkompetenz, Konkurrenzanalyse, Marktausschöpfung, Marktdurchdringung oder Potentialausschöpfung.
Informations- und Orientierungsphase: alle relevanten Daten werden zusammengetragen und Kostenschwerpunkte identifiziert. Analysephase: stimmen Produktanforderungen und –leistungen überein ? wie viel kostet das gesamte Produkt ? was kosten die Bestandteile des Produktes ? was kann man einfacher und kostengünstiger lösen, ohne die Qualität zu mindern ? sind die eingesetzten Funktionen notwendig ? was kosten die Funktionen, in welchem Verhältnis stehen ihre Kosten zu ihrem Wert ? was könnte denselben Zweck erfüllen und gleichzeitig kostengünstiger sein ? Überprüfungs- und Empfehlungsphase: Erarbeitung einer genauen Funktion- und Kostenanalyse, gleichzeitig jeden Befund unter Kostengesichtspunkten in Frage stellen. Ideen produzieren, wie durch Vereinfachungen, Verbesserungen und Änderungen Kosten zu sparen sind. Auswertung der Ideen. Einführungsphase: Ausarbeitung der Empfehlungen des Wertanalyse-Teams bis zur Umsetzung.
Obwohl mit Hilfe der Wertanalyse zunächst nur Kosten gesenkt werden sollten, führt das Verfahren darüber hinaus noch zu weit mehr, nämlich Produktverberbesserungen, neuen Produktideen und innovativen Produktkonzepten. Denn wenn aus allen Fachbereichen darüber nachgedacht wird, wie was kostengünstiger zu machen sein könnte, entsteht gleichzeitig automatisch ein Zwang zum innovativen Denken. Die so gefundenen neuen Produkte haben zudem den Vorteil, dass sie nach den Kriterien der Kostenoptimierung entwickelt wurden. Eine breite Palette von weiteren Maßnahmen im Konzept der Wissensbilanz wird behandelt bei Becker,
Jörg: Wissensbilanz und Geschäftsplanung, ISBN 9783837075649.Jörg Becker
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