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Marketing der Zulieferbeziehungen

Autor: beckinfo | Erstellt am: 16.02.2011 | Gelesen: 355
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Durch langfristige Zusammenarbeit wird eine produktionssynchrone Beschaffung unterstützt

langfristige Zusammenarbeit und differenzierter strategischer Beschaffungsplanungen
langfristige Zusammenarbeit und differenzierter strategischer Beschaffungsplanungen
Auf der Basis differenzierter strategischer Beschaffungsplanungen können Hersteller und ausgewählte Lieferanten gemeinsam Zielsetzungen erarbeiten und die künftige Kooperation präzisieren. Gemeinsame Gestaltungsbereiche sind u.a. der Direktabruf und die gemeinsame Bestandssteuerung sowie die evtl. Ansiedlung des Zulieferers in der Nähe des Herstellerwerkes. Zur Just-in-time-Anlieferung ist hinsichtlich des Material- und Informationsflusses ein übergreifendes logistisches Konzept mit integrierten Logistikketten erforderlich.

Langfristige Zusammenarbeit bedeutet: gemeinsames Qualitäts- und Kostenmanagement. gemeinsame Realisierung von Rationalisierungspotentialen, weniger Änderungen nach dem Serienanlauf, Parallelisierung und Beschleunigung von Prozessen, Abstimmung und Flexibilisierung von Abnahmemengen, Bereitstellung ausgefeilter logistischer Dienstleistungen nach Maßgabe des     vom Hersteller gewünschten Lieferservice. Der Ansatz des Total Quality Management bezieht sich insbesondere auf die Schnittstellen in der Wertschöpfungskette. Ziel ist es, strenge Qualitätskontrollen nicht nachträglich bei Liefereingang vorzunehmen, sondern die Zulieferer im Sinne einer präventiven Qualitätssicherung bezügl. Qualitätspotentialen und Prozesssicherheit in Richtung einer Null-Fehler-Strategie frühzeitig zu unterstützen und zu fördern. Die Qualitätsverantwortung soll möglichst dezentral vor Ort während des Produktionsprozesses beim Zulieferer wahrgenommen werden. Zur Realisierung bestmöglicher Qualitäts- und Prozessfähigkeit gehört die Einbindung der Lieferanten in die Analyse und die Behebung von Fehlerursachen.

Der Wettbewerb um den Kunden spielt sich nicht mehr zwischen direkten Konkurrenten, sondern in einem Systemwettbewerb zwischen Wertschöpfungspartnerschaften ab. Innerhalb der einzelnen Wertschöpfungsketten geht es deshalb um eine optimale Arbeitsteilung zwischen den Gliedern, also um verbesserte Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen. Die Trends in der Beschaffung zeigen Parallelen zu den Anstrengungen des Marketing in den Bereichen des Key Account Management. Die Beschaffung wird zum wichtigen strategischen Erfolgsbereich, der die Unternehmensstrategie und das Unternehmensergebnis maßgeblich prägt. Vgl. Becker, Jörg: Change Management und Wissensbilanz ISBN 9783837094190.

Ziel des Zuliefermarketings muss es sein, die eigene Leistung für den Kunden derart zu gestalten, dass dieser sie gegenüber Konkurrenzangeboten nicht nur vorzieht, sondern auch zu einer langfristigen Zusammenarbeit bereit ist. Unterschiedliche Marketingkonzepte bieten Ansatzpunkte für ein konstruktives Zuliefermarketing.  Die Unternehmungen erwarten von den Zulieferern nicht mehr nur nackte Produkte.  Dienstleistungen sind wichtige Bestandteile des Kundennutzens. Leistungssysteme kombinieren beide Angebotsdimensionen und bieten dem Kunden eine integrierte Lösung für seine spezifischen Probleme. Es entstehen langfristige vertikale Leistungsgemeinschaften, in denen die Aufgaben neu definiert und zum Vorteil für alle Beteiligten verteilt werden.  Beide Unternehmungen einigen sich auf eine langfristige Kooperation und treten als Wertschöpfungspartner in Konkurrenz zu anderen Partnerschaften. Vgl. Becker, Jörg, Wissensbilanz und Geschäftsplanung, ISBN 9783837075649

Jörg Becker
www.beckinfo.de

 
 
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