Heinig vor dem IKMZ in Cottbus
Bei den Weltmeisterschaften im Double Ironman im kanadischen Lévis am vergangenen Wochenende erreichte der Cottbuser Extremsportler Marcel Heinig als Dritter das Ziel. In dieser Spezialdisziplin des Triathlons mussten die Teilnehmer 7,6 Kilometer schwimmen, 360 Kilometer Rad fahren und 84,4 Kilometer laufen. Neben diesen herausfordernden Distanzen werden bei den Männern nur Zeiten unter 30 Stunden und bei den Frauen unter 32 Stunden gewertet.
Marcel Heinig brauchte für die Strecke 23 h 29 min und wurde damit bester Deutscher. Gold holte der Kanadier Eric Deshaies vor dem Österreicher Andreas Karall.
Heinig: „Beim Rad fahren überraschte uns ein extrem starker Platzregen, so dass ich sehr vorsichtig fahren musste und damit viel Zeit verlor. Trotzdem bin ich überglücklich, weil ich in diesem Wettkampf meine persönliche Bestleistung erbrachte."
Auch dieser Wettkampf ist für Marcel Heinig wieder eine Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im Triple-Ultra-Triathlon vom 25.-27. Juli in Lensahn.
Ultratriathlon ist ein Langzeit-Ausdauer-Sport. Er setzt sich aus den drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen in genannter Reihenfolge zusammen. Das Besondere am Ultratriathlon sind die Distanzen. Wo der längste Triathlon (z.B. Ironman) aufhört, nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem Marathonlauf (42,195 km), ist gerade einmal die Hälfte des kürzesten Ultratriathlons geschafft. Der Längste, der sog. Double Deca Ultratriathlon weist die 20-fache Distanz eines Ironmans auf: 76 km Schwimmen, 3.600 km Fahrradfahren und 844 km Laufen!
Jan Augustin