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Man spricht deutsh? Wie das iPhone unser Reiseverhalten beeinflussen kann

Autor: Klaudi52 | Erstellt am: 04.08.2010 | Gelesen: 855
Kategorie: Mobilfunk & Telekommunikation | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Das Reiseverhalten der Deutschen ist im Wandel - nicht zuletzt durch Internet und Smartphones.

Reisewörterbuch für das iPhone
Reisewörterbuch für das iPhone
Das Reiseverhalten der Deutschen ist im Wandel. Nicht mehr nur im Bezug auf die Wahl des Urlaubslandes - insbesondere neue technologische Möglichkeiten haben hier einen enormen Einfluss. Innerhalb kürzester Zeit ein beeindruckendes Angebot an Sprachapplikationen, Reiseführern und ähnlichem für Smartphones entstanden. Es kann davon ausgegangen werden, dass die neuen Möglichkeiten die das mobile Web Reisenden bietet, langfristig großen Einfluss auf das Reiseverhalten haben werden.

Die Deutschen verbringen ihren Urlaub am liebsten in Deutschland. Das ist auch im Jahr 2010 noch so, die Tendenz ist aber sogar immer weiter steigend. Mit weitem Abstand folgen dann als beliebteste Reiseziele der Deutschen Spanien, die Türkei, dann erst Italien und Österreich. Das ergibt eine Umfrage der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen unter 1.680 befragten Personen, die in 2010 eine Reise von mindestens fünf Tagen Dauer planen.

Eine andere aktuelle Statistik der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die auf den Buchungsdaten von deutschen Reisebüros beruht, bestätigt diesen Trend. Auch hier ist das beliebteste Reiseland der Deutschen – Deutschland ausgenommen - Spanien, wobei der Großteil der Buchungen wenig überraschend nicht auf das spanische Festland, sondern auf die Balearen mit unter anderem Mallorca und Ibiza und die Kanarischen Inseln mit unter anderem Teneriffa und Gran Canaria entfällt. Mit etwas Abstand folgen dann mediterrane Reiseziele wie Griechenland, Ägypten und die Türkei. Das ehemals beliebteste Reiseland der Deutschen, Italien, ist beiden Studien zufolge allerdings mittlerweile stark abgeschlagen.

Die Unterschiede zwischen beiden Statistiken lassen sich wohl am ehesten dadurch erklären, dass bei der GfK-Erhebung mit Sicherheit eher die Pauschalreise erfasst wird, weniger Rucksacktourismus und schon gar nicht der berühmte „Urlaub auf Balkonien". Beide zeigen jedoch deutlich, dass das Reiseverhalten der Deutschen im Wandel ist. Und das ist nicht nur in Bezug auf die Wahl des Urlaubslandes der Fall. Insbesondere neue technologische Möglichkeiten haben einen enormen Einfluss auf das Reiseverhalten.

So wird der Kundenservice im Internet für Anbieter innerhalb der Tourismusbranche zunehmend zum zentralen Erfolgsfaktor. Durch Preisvergleichssysteme, Online-Buchungen und die Möglichkeit, Informationen über den Urlaubsort in Echtzeit abzurufen, bieten sich heute Reisenden ganz neue Perspektiven - mittlerweile auch mobil. Galt das Handy im Urlaub lange Zeit als Kostenfalle, ist hier durch die Verbreitung von Smartphones und immer günstigere Tarife ein deutlicher Trend hin zur Handynutzung im Urlaub auszumachen.

Besonderes Potential haben hier so genannte Location Based Services, aber auch viele weitere Anwendungen für das Handy im Urlaub sind denkbar. So bieten etwa Reisewörterbücher für iPhone, iPod Touch oder Android Smartphones bereits jetzt die Möglichkeit den Urlaub ohne hinderliche Sprachbarriere zu genießen. Gegenüber konventionellen Sprachführern haben Applikationen für das Handy unter anderem die Vorteile, dass sie keinen Platz im Gepäck beanspruchen und durch ihre Multimediafähigkeit die Wörter und Sätze etwa auch von Muttersprachlern eingesprochen werden können – das dient zum einen zum besseren Erlernen und Verständnis der Fremdsprache, zum anderen kann man so im Notfall aber auch sein Handy für sich sprechen lassen.

Neben den erwähnten Sprachapplikationen gibt es bereits jetzt eine rasant wachsende Vielzahl an Apps für die Reise. Von Routenplanern über Städteführer bis hin zu Währungsrechnern ist hier innerhalb kürzester Zeit ein beeindruckendes Angebot entstanden. Es kann davon ausgegangen werden, dass die neuen Möglichkeiten die das mobile Web Reisenden bietet, langfristig großen Einfluss auf das Reiseverhalten haben werden. Bereits jetzt finden Buchungen immer kurzfristiger statt. Vor allem aber die Kommunikation vor Ort wird so entscheidend erleichtert. Manche Szene aus „Man spricht deutsh", dem satirischen Spielfilm aus den achtziger Jahren, könnte so schon in naher Zukunft zu einem belächelten Relikt aus der Vergangenheit gehören - ähnlich dem Taschentuch, mit dem die Daheimgebliebenen früher dem sich entfernenden Zug nachwinkten.

Christoph Landes
 
 
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