Malaria
Malaria zählt zu den gefährlichsten parasitären Erkrankungen, mit denen sich ein Mensch infizieren kann. Daher sollte man sich - auch wenn man Einwohner von einem der Länder ist, in denen keine Malariaübertragung stattfindet - genau über diese Krankheit informieren, vor allem, wenn man eine Reise in tropische Gebiete planen sollte, da man hierzulande nur im Zuge einer Reisetätigkeit mit Malaria in Berührung kommen kann.
Wo man sich mit Malaria anstecken kann
Ein klassiches Malaria-Hochrisikogebiet ist zum Beispiel das tropische Afrika. Dort kommt es im ganzen Jahr und auch in den Städten zu Infektionen. Außerdem existiert dort beinahe ausschließlich die aggressivste Form der Malaria, nämlich die "Malaria tropica".
Übertragung durch Stechmücken Übertragen wird die Krankheit durch die Weibchen der Anopheles-Stechmücken, was meist in den Dämmerungs- oder Abendstunden geschieht, da Stechmücken zu dieser Zeit besonders aktiv sind.
Nach dem Stich geraten die Erreger der Malariakrankheit - Plasmodium falciparum, Plasmodium vivax, Plasmodium ovale und Plasmodium malariae - über den Blutweg in die Leber, wo sie sofort damit beginnen, sich zu vermehren. Ein gemeinsames Symptom von allen Arten der Malariaerkrankung ist sehr hohes Fieber mit Temperaturen von mehr als 38 Grad.
Die Inkubationszeit, also der Zeitraum, welcher zwischen der erfolgten Infektion und dem Ausbruch der eigentlichen Krankheit vergeht, kann von einigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten betragen.
Das Medikament Malarone
Atovaquon-Proguanil, dessen Handelsname
Malarone lautet, kann als prophylaktische und als therapeutische Arznei gegen Malaria eingesetzt werden. Es kann sowohl vorbeugend als auch nach einer Infektion eingesetzt werden. Europaweit ist die prophylaktische Einnahme auf eine maximale Reisedauer von 28 Tagen beschränkt, die Prophylaxe muss außerdem 24 oder 28 Stunden vor der Einreise in ein Malariagebiet beginnen.
Bei Malarone handelt es sich um ein so genanntes Kombipräparat. Die Vermehrung der Erreger wird von dem Wirkstoff Proguanil gestoppt, während das Atoquavon bestimmte Stoffwechselvorgänge in ihnen verlangsamt, welche für die Erreger lebenswichtig sind. Für Kinder ab einem Körpergewicht von mindestens elf Kilo gibt es das Medikament ebenfalls in einer eigenen Form. Dieses Mittel trägt den Namen Malarone Junior.
Bekannte Nebenwirkungen von Malarone
Die Nebenwirkungen von Malarone sind normalerweise nur von kurzer Dauer und nicht sehr schwer. So führt es mitunter zu Veränderungen der Leberfunktionswerte, welche aber durchaus reversibel sind. Des Weiteren kann es bei der Anwendung von Malarone auch zu Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühlen, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Husten, abdominellen Schmerzen und Durchfall kommen.
Tägliche Dosierung und Anwendung von MalaroneDie Tagesdosis sollte jeden Tag etwa zur gleichen Zeit und gemeinsam mit einer Mahlzeit oder einem Milchprodukt eingenommen werden. Wenn der Patient keine Nahrung verträgt, soll Malarone dennoch eingenommen werden. Allerdings verringert sich dabei die systemische Verfügbarkeit des Atoquavons. Wenn der Patient innerhalb von einer Stunde nach der Einnahme erbrechen muss, ist diese zu wiederholen.
Anwendung von Malarone während einer Schwangerschaft, der Stillzeit oder bei schwer eingeschränkter NierenfunktionAktuell gibt es keine Erfahrungswerte, was die Anwendung von
Malarone während einer Schwangerschaft oder der Stillzeit angeht. Generell sollte darauf geachtet werden, dass der zu erwartende Nutzen für die werdende Mutter das potentielle Risiko für das ungeborene Kind übersteigt. Außerdem ist es bisher nicht bekannt, ob Atovapuon in die Muttermilch gelangen kann, was Proguanil in geringen Mengen tut. Daraus ergibt sich, dass die Einnahme von Malarone für stillende Mütter nicht empfehlenswert ist. Da eine der Nebenwirkungen von Malarone Schwindelgefühle sind, ist außerdem davon abzuraten, dass man während der Einnahme dieses Arzneimittels mit dem Auto fährt, schwere Maschinen bedient, oder Tätigkeiten ausübt, bei denen man sich selbst und andere Menschen in Gefahr bringen könnte. Des Weiteren ist die Sicherheit bei zur Malariaprophylaxe angewendetem Malarone bei Patienten, die weniger als 40 Kilogramm wiegen, nicht belegt. Außerdem sollten bei Patienten mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion Alternativen zur Behandlung der Malaria tropica mit Malarone zum Einsatz kommen.