Streetfotografie "Magie eines Moments"
Die Magie eines Moments bescherte einem Stuttgarter Fotografen in Wien einen besonderen Glückstreffer: Das Leopold Museum in der Donaumetropole, das mit einer herausragenden Schiele- und Klimt-Sammlung Kunstfreunde aus aller Welt anlockt, kaufte ein herbstliches Fotomotiv, das Frank von zur Gathen in seiner typischen Bildsprache vor dem modernen Kunsttempel aufgenommen hat. Ein kleines Mädchen spielt vor dem 2001 eröffneten Kubus und greift nach welkem Herbstlaub, das ein Windstoß plötzlich aufgewirbelt hat. Diese bunte Alltagsszene vor der weißen Muschelkalkfassade wirbt künftig für das Kinderprogramm im Leopold Museum.
Frank von zur Gathen, der 1973 in Ostfildern geboren wurde und 18 Lebensjahre in Kolumbien verbrachte, konzentriert sich in seiner Streetfotografie auf Mensch im öffentlichen Raum. In seinen alltäglichen Inszenierungen führt letztendlich der Zufall Regie. Der Stuttgarter Fotograf experimentiert mit Formen, Linien, Licht und Schatten. 'Im scheinbar Belanglosen und Zufälligen will ich das Besondere entdecken; suche den optimalen Blickwinkel und Ausschnitt und halte den jeweiligen Augenblick in seiner Essenz fest,' verrät er seine Philosophie.Obwohl er in seinem fotografischen Reportagenstil eigentlich Schwarz-Weiß bevorzugt, steigert er die Magie zahlreicher festgehaltener Momente zusätzlich durch stimmungsvolle Farbigkeit.
Das Motiv aus Wien lädt auch zu seiner ersten Fotoausstellung im Café Midori (WilhelmGalerie, Wilhelmstrasse 24) in Ludwigsburg ein. Etwa zehn Fotografien rücken bis Ende November kleine Dinge des Alltags in ein besonderes Licht. Zur Vernissage seiner Ausstellung 'Magie eines Moments' im Café Midori liest der in Stuttgart lebende Schauspieler Irfan Kars aus Paulo Coelhos magischem Bestseller 'Der Alchimist'. Der Eintritt ist frei. Mehr unter