Für die männliche Sexlust sind insbesondere die in den Keimdrüsen entstehenden Hormone von Bedeutung. Mit Abstand ist Testosteron das wichtigste Sexualhormon des Mannes. Testosteron ist nicht ausschließlich nur für den Ausbau der sekundären Geschlechtsorgane verantwortlich, sondern hat neben zahlreichen anderen Aufgaben auch wesentlichen Anteil am Entstehen sexueller Begierde. Testosteron wirkt, gleichsam als körpereigenes Aphrodisiakum, auf die Ausbildung des Sexualtriebes, was sich auch pharmakologisch nachweisen lässt. Aber auch andere Hormone scheinen eine Bedeutung auf die im Hirn entstehende Libido zu haben. So konnte nachgewiesen werden, dass DHEA (Dehydroepiandrosteron), ein in den Nebennieren gebildetes Hormon, den Geschlechtstrieb steigert.
Diese Wirkung tritt vor allem bei jenen Patienten auf, deren DHEA- Werte niedrig sind. Darüber hinaus dürfen auch andere Stoffwechselprodukte der Androgene aus den Keimzellen eine Auswirkung auf das sexuelle Verlangen haben. Für Männer stellt die Lebensmitte eine besondere Krisenzeit dar, mit der Gefahr, in ein permanentes Lustdefizit zu schlittern, erektile Dysfunktion, Impotenz oder Erektionsprobleme zu bekommen. Potenzmittel, wie Viagra, sind für einige Männer leider immer noch ein Tabuthema. Während dieser Lebensphase häufen sich oft berufliche Leistungszwänge, partnerschaftliche Probleme und Auseinandersetzungen mit den Kindern. Dazu kommt schleichend aber unaufhaltsam das Bewusstsein, von der Jugend Abschied nehmen zu müssen. Es beginnt die Zeit in der chronische Erkrankungen hinzutreten.
Bluthochdruck, Stoffwechselerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebnen den Weg für Vitalitätsverlust und Depression. Wenn ein androgenes Hormondefizit dann zusätzlich das „Klimakterium virile" einläutet, bedeutet das oft das „Aus" für die Lust des Mannes. Das Verlangen nach sexueller Betätigung schwindet und obwohl Sex, Lebensfreude und Ausgeglichenheit verschafft, wird er doch zunehmend schwierig und verdrängt. Fehlende Hormone sind zwar nicht die einzige, aber eine häufige Ursache, welche den Appetit auf Sexualität schmälern kann. Unter allen männlichen Hormonen ist es vor allem das Testosteron, dessen ausreichendes Vorhandensein als Voraussetzung für sexuelles Verlangen gilt.
Mit einem Bluttest kann man ein Testosteron Defizit nachweisen und mit einer Hormonersatztherapie das Problem der Lustlosigkeit rasch und effizient behandeln. Testosteron kann in verschiedenen Formen verabreicht werden: Als Tablette, als Injektion, als Kapsel, unter die Haut oder in Form eines Pflasters. Aber auch verschiedene pflanzliche Lustmacher sind bekannt und können als zusätzliche Hilfen engesetzt werden. Sie sind auch genauso wie Potenzmittel rezeptfrei in
Versandapotheken erhältlich. Als wohl bekanntester natürlicher sexueller Muntermacher gilt Ginseng. Seit mehreren 1000 Jahren ist dieses Pflanzenpräparat im asiatischen Raum im Einsatz und genießt den Ruf eines Allheilmittels. Die alten Chinesen verwendeten Ginseng zur Ausbalancierung des Chi, der natürlichen positiven und negativen Energien, die die verschiedenen Körperorgane und Funktionen repräsentieren.