Wer sich momentan für das mobile Internet interessiert, wird keinen Bogen um den Mobilfunkstandard UMTS machen können. UMTS ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation und stellt somit eine Erweiterung des bisherigen
GSM Netzes dar. Bereits mit dem GSM Netz bestand für den Nutzer die Möglichkeit, sich mit dem mobilen Internet zu verbinden. Die maximale Geschwindigkeit, welche mit GSM erreicht werden konnte, betrug 56 Kbit/s. Diese Geschwindigkeit ist mit Modem V90 Geschwindigkeit vergleichbar und für heutige Ansprüche nicht mehr angemessen. Als im Jahre 2000 die UMTS Lizenzen in Deutschland versteigert wurden, sagten die Provider dem Standard UMTS eine rosige Zukunft voraus. Mit dieser Aussage hatten die Anbieter mehr als Recht.
Immer mehr Menschen nutzen das mobile Internet. Besonders praktisch dabei ist, dass
UMTS mittlerweile in fast ganz Deutschland verfügbar ist. Die Anbieter sprechen von 99 prozentigen Abdeckung. Dabei kann im Download eine maximale Geschwindigkeit von 384 Kbit/s erreicht werden. Doch mit der Geschwindigkeit von 384 Kbit/s ist noch nicht das Maximum erreicht. Der Datenturbo HSDPA ist dafür zuständig, dass im Download eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s erreicht werden kann. In einigen Städten wird bereits eine Geschwindigkeit von bis zu 14,4 Mbit/s. Obwohl mit UMTS solch hohe Geschwindigkeiten möglich sind, wird ab dem Jahr 2010 ein neuer Standard in Deutschland verfügbar sein. Die Rede ist von LTE. LTE steht für Long Term Evolution und ermöglicht im Download maximale Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s. Ab dem Jahr 2010 beginnen die Mobilfunkanbieter mit dem flächendeckenden Aufbau vom
LTE Netz in Deutschland
Torsten Heinsius