LTE ist die Nachfolgetechnologie des bisherigen mobilen Internet-Formats von UMTS sowie HSDPA. Dabei steht die Abkürzung LTE für Lon Term Evolution. Mit dieser Technologie ist eine maximale Downloadrate von 300 MB/s möglich sowie eine Uploadrate von bis zu 75 MB/s. In einigen ersten Testes wurde bereits eine Geschwindigkeit von bis zu 75 Mbit/s im Download erreicht. Damit ist diese Technologie auch für mobiles Entertainment, wie Handy TV oder Videokonferenzen von Unterwegs verwendbar. Die Frequenzen zur Verwendung für das
LTE Mobilfunk-Netz hat die Bundesnetzagentur durch eine Auktion an die LTE-Anbieter (4 Mobilfunkanbieter in Deutschland) verkauft. Dabei erzielte sie einen Erlös von etwa 4,4 Milliarden Euro. Derzeit sind die vier LTE-Anbieter T-Mobile, Vodafone, O2 sowie E-Plus mit Pilottests beschäftigt. Zudem arbeiten sie bereits mit Hochdruck am Aufbau des LTE-Netzes.
Allein die Deutsche Telekom will dabei bis zum Jahresende rund 500 Orte, bei denen es sich um weiße Flecken handelt, die noch keinen Anschluß an das Breitband-Internet haben, mit der LTE-Technologie versorgen. Da bis zur flächendeckenden LTE-Verfügbarkeit aber noch mindestens zwei bis drei Jahre vergehen werden, ist derzeit auch die UMTS Flatrate noch aktuell, mit der im Download eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s erreicht werden kann. In einigen Städten ist jedoch bereits eine Geschwindigkeit von bis zu 14,4 Mbit/s möglich. So werden derzeit die Netze für UMTS sowie HSDPA nach wie vor weiter ausgebaut. Ein Grund hierfür ist auch, dass zu späterem Zeitpunkt ein Umstieg auf die LTE-Technologie durch einfache Modifikationen sowie Erneuerungen der Antennenanlagen kein Problem darstellt. Ein Neubau der Sendeanlagen ist hierzu dann nichtmehr nötig.
Christopher Heinsius