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Loom - Vom Webstuhl zum Möbel

Autor: Rattanshop24 | Erstellt am: 20.12.2009 | Gelesen: 1959
Kategorie: Haus - Garten & Heimwerk | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Loommöbel genießen einen guten Ruf, die hochwertigen Geflechtmöbel versprechen eine lange Lebensdauer

Loom Möbel
Loom Möbel

Was haben Loom Möbel und Kleider gemeinsam?

Auf den ersten Blick scheint es hier keine großen Ähnlichkeiten zu geben. Das Material ist unterschiedlich, der Nutzen ebenso und preislich liegen sie meist auch eher auseinander.

Das Geheimnis liegt in der Herstellung: Beide kommen aus dem Webstuhl! Die industrielle Revolution des neunzehnten Jahrhunderts wurde auf der technologischen Seite vor allen Dingen von zwei Maschinen vorangetrieben. Zum einen war das die Dampfmaschine, die zum ersten Mal die Möglichkeit bot, die Kraft der Natur zu nutzen, wenn man Rohstoffe verbrannte. Zum anderen verschaffte die Erfindung des Webstuhls dem Menschen zum ersten Mal die Möglichkeit, Stoffe in industrieller Menge zu produzieren, wodurch jede Person, die bis dato selber schneidern musste, einen immensen Zeitgewinn erfahren konnte. Knapp einhundert Jahre später entdeckte man, dass im Webstuhl ein bislang verstecktes Potenzial steckte. Zunächst umzwirnte der Amerikaner Marshall Burns Lloyd 1917 ein Stahldraht mit Kraftpapier, um daraus Möbel herzustellen. Knapp 5 Jahre später erfand er in Kooperation mit der englischen Unternehmerfamilie Lusty eine Methode, wie dieser Draht auf einem Webstuhl verflochten werden konnte. Das Resultat war ein extrem stabiles und perfekt verflochtenes Gewebe, dass sich flexibel biegen lies. Daher sind Loom Möbel auch manchmal unter dem Begriff Lloyd Loom oder Llody Lusty Loom zu finden.



Loom im Detail: Stahldrath umwickelt mit speziellem Papier

Seit dem sind Loom Möbel nicht mehr aus dem Alltag herauszudenken. Durch die künstliche Herstellung des Flechtfadens wird erreicht, dass jeder verflochtene Draht absolut gleiche Eigenschaften hat und vor allen Dingen gleich dick ist. Daher ist ein Verflechten der Möbel mit einer Perfektion möglich, die nicht erreichbar ist, wenn man sich auf natürlich wachsende Rohstoffe verlässt. Gleichzeitig sorgt der Stahldraht dafür, dass die Möbel quasi nicht zerbrechlich sind.



Abbildung: Sessel aus Loom-Geflecht mit Ledersitz Kollektion: Beuron

Sehr geläufig sind sog. Loom Stühle. Seit einigen Jahren sind hierbei besonders die Esstischstühle beliebt, die relativ schmal und ohne Armlehnen, aber mit einer sehr hohen Rückenlehne versehen sind. Weil die verflochtene Fläche für die Sitzfläche bei diesen oft größer ist, als die eigentliche Sitzfläche im Viereck über den Stuhlbeinen und der Überschuss dann oftmals nach unten geklappt und an den Kanten der Stuhlbeine miteinander verbunden wird, wirken diese Stühle, als ob sie ein extrem dickes Sitzkissen, ähnlich wie bei einem Thron hätten. Dabei ist die Sitzfläche tatsächlich nur ein paar Millimeter dick. Daher sind die Sitzbereiche besonders elastisch und der Sitzkomfort dieser Stühle besonders hoch.

Aber nicht nur Stühle werden aus Loom hergestellt, sondern oft auch Bänke, Sofas Ottomanen oder Récamieres. Auch solche großen, verflochtenen Sitzflächen lassen sich problemlos sauber halten. Dreck, der beispielsweise durch Knabbereien entsteht kann entweder gut mit einem Staubsauger aufgesaugt, oder noch einfacher mit einem Lappen abgewischt werden. Die makellos ineinander verflochtenen Stäbe lassen sich wunderbar „dem Strich entlang" abwischen, da sie über keinerlei Hübbelchen verfügen, die den Lappen irgendwo verhaken lassen würden.



Abbildung: Loom Sitzbank als Freischwinger Kollektion "Legend"

Das Material zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es nicht knarrt und wie erwähnt keine Unebenheiten besitzt. Gleichzeitig ist es durch eine spezielle Lackierung extrem gut geschützt. Sollten die Möbel nach vielen Jahren der allerdings Abnutzungserscheinungen aufweisen, können sie ohne Probleme nachlackiert werden, und erscheinen dadurch wieder wie neu. Original Loom-Geflecht Möbel haben Ihren Preis, je nach Hersteller kann ein Stuhl bis zu 500,-€ kosten.

 
 
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