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Früher waren kostenlose Warenproben ein effektives Werbemittel. Sobald ein neues Produkt auf den Markt gekommen war, wurden in Supermärkten und Einkaufszentren fleißig Warenproben an die Kunden und Passanten verteilt. Besonders beliebt sind nach wie vor Parfüm- und Kosmetikproben, die früher sehr freigiebig vergeben wurden. Wertvolle Parfümproben mit mehreren Millilitern Inhalt sind heute fast schon eine Rarität, sie werden erfolgreich bei eBay versteigert. Kostenlos bekommen Kunden sie häufig nur noch dann, wenn sie auch etwas gekauft haben.
Gratis Proben aus dem Internet - die Angebote sind durchaus unterschiedlich
Im Internet finden Kunden viele Seiten, die Kostenloses und Gutscheine für Produktproben anbieten. Auch bei den Herstellern direkt können Kunden an Werbeaktionen teilnehmen und sich Proben neuer Produkte nach Hause schicken lassen. Ob sich das ganze lohnt, hängt ganz vom Angebot ab. Manche Werbeaktionen sind durchaus großzügig, so verschickte beispielsweise Dr. Oetker bei der Einführung neuer Fertigkuchen einen ganzen Karton mit Backwaren an ausgewählte Kunden, die an der Aktion teilnahmen. Wenn der Kunde bereit ist, das Porto zu zahlen, bekommt er meistens deutlich mehr. Interessant können auch Rückerstattungsaktionen sein. Bei Danone gab es zum Beispiel die Möglichkeit, den Aktivia Joghurt zwei Wochen lang zu testen und das Geld zurück zu erhalten, wenn die versprochene Wirkung nicht eingetreten war. Seriös sind solche Werbeaktionen großer, bekannter Unternehmen normalerweise schon, aber oft lohnen sie sich nicht. Wenn es beispielsweise als Warenprobe einen einzigen Kaffee Pad gibt, steht der Aufwand nicht im Verhältnis zum Nutzen.
Auch für kostenlose Warenproben müssen Kunden etwas tun
In der Regel erwarten Unternehmen auch für die Gratisproben eine Gegenleistung von Kunden. Diese besteht immer aus der Angabe der Adresse. Ohne die Adressenangabe kann das Produkt nicht zum Kunden geschickt werden. Achten Sie auf jeden Fall auf die Datenschutzklausel, ein seriöses Unternehmen wird Ihre Adressdaten nur zu eigenen Marketingzwecken verwenden und nicht weiterverkaufen. Darüber hinaus werden Warenproben natürlich auch verschickt, um die Meinung des Verbrauchers zu dem neuen Produkt zu erfahren. Oft werden im Vorfeld verschiedene Fragen gestellt, um abzuklären, welcher Zielgruppe der Kunde zuzuordnen ist. Möglicherweise wird man Sie im Anschluss an die Werbeaktion auch anrufen und nach Ihrer Meinung fragen. Natürlich sind Sie zu einer solchen Auskunft nicht verpflichtet, wenn das Produkt gut ist und sich das Bestellen der Warenprobe gelohnt hat, haben jedoch viele Kunden gar kein Problem damit, auch etwas zurückzugeben. Bei Werbeaktionen mit kostenlosen Warenproben sollte das Verhältnis zwischen geben und nehmen immer ausgeglichen sein. Bekomme ich als Kunde zum Beispiel die komplette Erstausstattung für mein Baby, bin ich sicher auch bereit, auf der Internetseite des Unternehmens meine Meinung zu den Produkten zu veröffentlichen. In vielen Fällen stimmt das Verhältnis aber auch gar nicht, die gebotenen Warenproben sind dann einfach so winzig, als dass sich der Aufwand lohnen würde.
Eva Otter