In unseren Breitengraden kennen wir das doch alle: November, die ersten Wochen ohne Sonne und schon hat man das Gefühl, mindestens neun Stunden Schlaf zu brauchen. Das liegt vor allem am Hormon Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Die Ausschüttung von Melatonin wird durch das Tageslicht reguliert, es wird ausgeschüttet, wenn wir uns in dunkler Umgebung befinden oder besser gesagt, sobald die Nacht anbricht. Das Nachthormon macht uns müde, führt zu Heißhungerattacken und drückt unsere Stimmung. Ohne Frage gibt es eine einfache Möglichkeit, die Ausschüttung dieses Hormones zu verringern, die da lautet: mehr Lichtquellen in unserem Zuhause!
Auch am Arbeitsplatz ist es hilfreich in einem gut ausgeleuchteten Büro mit beispielsweise
Tageslicht- oder
Vollspektrum-Leuchten zu arbeiten. Schlechte Beleuchtung führt häufig zu Symptomen wie Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche, manche Menschen leiden in der dunklen Jahreszeit auch an so genannten
Winterdepressionen. Diese Beschwerden sind nicht nur eine Belastung für die Betroffenen, sondern werden auch für den Arbeitgeber zum Problem, weil die Effizienz leidet.
Ob am Arbeitsplatz oder zu Hause namhafte Forscher und Professoren empfehlen, möglichst viel und qualitativ hochwertiges Licht zu „konsumieren", um den Melatonin-Spiegel gering beziehungsweise ausgeglichen zu halten; die richtige Beleuchtung kann helfen!
Studien zeigen, dass es keinen Unterschied macht, ob
Deckenleuchten oder Stehlampen im Raum installiert sind: Wichtig ist, dass die Leuchtmittel die höchst mögliche Intensität von 2.000 Lux haben, dies ähnelt dem Tageslicht am ehesten. Obwohl so helles Licht zu Beginn grell erscheint, gewöhnt man sich sehr schnell an die hellere Atmosphäre und schon nach einigen Tagen spürt man einen merkbaren Unterschied, man ist konzentrierter, ausgeglichener und ermüdet nicht so schnell.
Abgesehen von der
richtigen Beleuchtung oder etwaigen Lifestyle Produkten wie
Lichtwecker oder
Lichttherapie-Lampen, wird von anerkannten Ärzten empfohlen, sich auch in der kalten Jahreszeit viel an der frischen Luft zu bewegen – schon ein langer Spaziergang schnellen Schrittes hilft, sich fitter, wohler und wacher zu fühlen. Sport und Training sollte man im Winter nicht vernachlässigen! Zur Entspannung danach empfehlen sich viel entschlackende Flüssigkeit (beispielsweise Grüntee, Zinnkrauttee), vitaminreiche Nahrung und ihr persönliches Entspannungstool (wie zum Beispiel ein Kirschkernkissen oder ein heißes Bad).