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Letzter Aufruf PARADISE

Autor: stimmen09 | Erstellt am: 29.09.2009 | Gelesen: 584
Kategorie: Musik - Kino & Entertainment | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Berlin 2074. Der Wettlauf ums Überleben hat begonnen...

Foto: Michael Kranixfeld
Foto: Michael Kranixfeld
50 Jahre nach einer verheerenden Klimakatastrophe, ist Berlin fast vollständig zerstört. Die wenigen Überlebenden der Stadt klammern sich verzweifelt an die Überreste der einst blühenden Zivilisation, während sich Räuber und Sammler in der Wüstenlandschaft rund um Berlin einen erbitterten Kampf um die letzten kostbaren Rohstoffe liefern.

Als ein Werbeprospekt des einstigen Vergnügungszentrums „Tropical Paradise" im Archiv der Stadt entdeckt wird, scheint die Rettung nahe, denn es verspricht unverseuchten Boden und Wasser für alle. Die Bewohner der Stadt schicken einen Expeditionstrupp aus, um diesen Ort der Rettung ausfindig zu machen. Lange bleiben die Pläne der Städter jedoch nicht geheim und es beginnt ein Wettlauf um das Paradies, bei dem mancher sogar mit dem Leben bezahlt...

„Letzter Aufruf: PARADISE" ist die zweite Theaterfilmproduktion der Banda Agita, Jugendclub des GRIPS-Theaters Berlin, unter der Anleitung von Philipp Harpain und Susanne Lipp. Da der Film als Jugendprojekt von und mit Jugendlichen gedreht wurde, spricht er gerade das Problem des Klimawandels für jüngere Generationen an, die durch diesen am meisten betroffen sind. Motiviert durch die spannende Geschichte des Skriptes erfolgte eine gemeinsame, kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel in der Gruppe der elf bis dreiundzwanzig Jährigen. Sie scheuten sich nicht ihre eigene Ideen in den Arbeitsprozess einzubringen. Die gemeinsamen Proben und die gemeinsame Reflexion über die Arbeit vor und nach dem Film führte zu einem regen Austausch unter den Jugendlichen und festigte den Zusammenhalt der Gruppe.

Als Vorlage diente dem Film das gleichnamige Theaterstück „Letzter Aufruf: PARADISE", welches 2008, nach gemeinsamer Erarbeitung, von der Banda Agita uraufgeführt wurde. Die Verfilmung des Stückes stellte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor eine neue Herausforderung in Spiel- und Bildgestaltung. Während ein Teil der Jugendlichen das schauspielerische Können vor der Kamera unter Beweis stellte, übernahmen andere in Bereichen wie der Kostüm- und Kulissengestaltung, Kameratechnik und Catering eigenverantwortliche Aufgaben. Durch oft einfache Mittel, entstanden so eindrucksvolle, starke Bilder.

Durch seine abwechslungsreichen Bilder, die mal ruhig und nachdenklich, dann wieder spannend und Action geladen sind, schafft es der Film
auch über die fiktionale Geschichte hinaus, eine für uns heute aussagekräftige Botschaft zu vermitteln, nämlich die, dass wir uns durch die Klimazerstörung eine Welt schaffen, in der für Liebe und Zusammenhalt kein Platz mehr ist.
 
 
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