Mit Babys Lesen
Es weht ein neuer Wind in Deutschland: die Leseförderung kümmert sich zunehmend um die Allerkleinsten. Als die KaterPresse vor drei Jahren damit begann, die
Zeischrift nele lele für Babys und Kleinkinder zu konzipieren, wurde das Projekt von vielen Seiten belächelt: Babys könnten doch noch gar nicht lesen.
Nein, das tatsächlich nicht – das musste Katerina Nemec, Initiatorin des Projektes, einräumen. Doch auch Dreijährige können noch nicht lesen und dennoch gibt es für diese Altersgruppe eine große Auswahl an Zeitschriften und Bilderbüchern. Nicht schulpflichtige Kinder „bekommen vorgelesen" – auch Kleinkinder. Genau das wird für Politiker und Familien in Deutschland immer mehr zum Thema.
Denn Vorlesen fördert Lesen.
Wie stimulierend Vorlesen ist, beweist auch die Tatsache, dass immer mehr Vorlesepaten gesucht werden, die ehrenamtlich auch den größeren Kindern vorlesen. Und schon Einjährige bekommen bei der Vorsorgeuntersuchung ein Vorlesepaket – eine Idee, die ihre Wurzeln in England hat und dort erfolgreich seit Jahren umgesetzt wird. Hier in Deutschland steckt es noch in Kleinkinderschuhen – aber Kleinkinder wachsen bekanntlich.
Es ist tatsächlich so, dass Kinder, denen viel vorgelesen wurde, später gerne Bücher in die Hand nehmen und mit diesen auch besser umgehen können, als Kinder, die in ihrer Kindheit auf solche gemeinsame Stunden verzichten mussten.
„Meiner Auffassung nach gibt es keine Kinder auf der Welt, die Bücher nicht mögen," sagt Katerina Nemec „Es ist vielleicht nur die Art und Weise wie ihnen Bücher präsentiert werden, die sie skeptisch oder gar ablehnend werden lässt. Kleinkindern, die Bücher nicht anfassen dürfen, damit diese nur ja nicht zerknicken oder beschmutzt werden, wird ein wesentlicher Teil des schönen Erlebnisses genommen."
Dabei ist der gemeinsame Umgang mit Büchern gar nicht so schwierig. Anfangs genügen ein, zwei Bücher, die das Baby oder Kleinkind auch tasten, schmecken und beschmuddeln darf – in diesem Alter lieben Kinder das Altbekannte und langweilen sich keineswegs mit nur zwei Varianten. Bücher können, aber müssen nicht, ein Spielzeug sein. Bücher dürfen den Kindern entweder in der Spielkiste zur Verfügung stehen, sie können aber auch extra nur zum gemeinsamen Ansehen hervor geholt werden. „Es funktioniert sehr gut, einige robustere Bücher für das Baby zugänglich zu machen und andere Bücher im Bücherregal aufzubewahren. Kleinkinder verstehen nach einer Weile dass zum Beispiel Hausbücher besonders sorgfältig zu behandeln sind. Anhand ihrer Bücher in der Spielkiste lernen die Kinder was mit den Büchern passiert – beim Spucke einreiben, Werfen, Hineinbeißen, etc. und sie üben das Umblättern ohne zu Knicken und zu Reißen – das ist gar nicht so einfach."
Mit dieser Erfahrung sind Kinder nicht nur ein Stück weiter in ihrer Beziehung zu Büchern, sie stärken damit auch ihr Selbstwertgefühl. Mehr zum Umgang mit Büchern und der Lust am gemeinsamen Lesen kann man auf
www.Katerpresse.de unter der Rubrik Eltern – Vorlesetipps nachlesen.
Wer außerdem das Vorlesen mit
nele lele starten möchte, kann alle sechs bisher erschienenen Hefte im Paketpreis von 22,-€ bestellen. Alle Kinder bis 20 Monaten bekommen dieses Paket bis zum 20.Februar für 20 € - dazu soll bei der Bestellung das Stichwort „Aktion 20" eingegeben werden.