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Lerntipp: Pausen nicht vergessen!

Autor: silkeoe | Erstellt am: 04.01.2012 | Gelesen: 219
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Pausen beim Lernen sind keine verlorene Lernzeit

Drolshagen, 04.01.2012 - Viele Menschen lernen in Hau-Ruck-Aktionen z.B. kurz vor Prüfungen, am Vorabend einer Klausur oder schnell vor der Schule noch im Bus. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Und langfristiges Behalten des Lernstoffes wird auf diese Art selten erreicht.

Sollte man es also genau anders machen und stundenlang intensiv ohne Pause lernen?

Nein, auch das ist eine wenig sinnvolle Methode, denn unser Gehirn ist nicht auf Dauerbetrieb programmiert und braucht bei all dem Lernen auch Pausen. Pausen sind wichtig, um leistungs- und aufnahmefähig zu bleiben. Das gilt nicht nur für Arbeit oder Sport, sondern auch für's Lernen. Beim Lernen können fehlende Pausen zu einer Abnahme der Lerngeschwindigkeit oder einem Nachlassen der Konzentration führen und somit den Lernerfolg schmälern.

rische's Lerntipp: Legen Sie Pausen ein, um erfolgreich zu lernen!

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Konzentration von Kindern ungefähr doppelt so lange anhält wie ihr Alter. Das bedeutet: Die Konzentration eines 10-jährigen liegt bei 20 Minuten. Mit dem Alter steigt die Konzentrationszeit jedoch (leider) nicht an. Und bei Erwachsenen lässt sie auch nach 30 Minuten merklich nach.

Daher sollte die erste kleine Pause (5 Minuten) spätestens nach 30 Minuten stattfinden. Danach legen Sie alle 20 - 30 Minuten weitere 5-Minuten-Pausen ein. Nach 1 ½ Stunden sollte auf jeden Fall eine ca. 20-minütige Pause gemacht werden.

Wer länger als drei Stunden intensiv gelernt hat, sollte sich auf jeden Fall danach auch eine längere Erholungspause gönnen. Aber: Diese Pause sollte nicht länger als 1 ½ Stunden dauern - sonst fällt es zu schwer, den Anschluss wieder zu finden und sich erneut zum Lernen aufzuraffen.

Am besten planen Sie die Pausen direkt ein und sorgen dafür, in den Pausen auf andere Gedanken zu kommen und den Kopf ein wenig frei zu machen. Hier einige Anregungen:

  • Verlassen Sie am besten den Lernort.

  • Trinken Sie etwas – vorzugsweise Wasser.

  • Vielleicht haben Sie auch Appetit auf einen kleinen Imbiss?

  • Bewegen Sie sich. Recken & strecken Sie sich.

  • Entspannen Sie die Muskulatur.

  • Ein herzhaftes Gähnen – kein Problem!

  • Ein tiefer Seufzer – warum nicht?

  • Legen Sie sich hin und entspannen sich.

  • Hören Sie Musik.

  • Kreative Tagträume? Auch das ist eine Möglichkeit.

  • Lüften Sie das Zimmer oder gehen Sie raus und tanken Sauerstoff.


Wichtig: Tun Sie sich etwas ganz anderes! Etwas, das mit dem Lernstoff nichts zu tun hat. Etwas, das nicht hochgeistig ist und Kraft kostet. Und wenn Sie in der Lernpause schnell die Wäsche in den Trockner schmeißen oder mit dem Hund durch den Garten toben, ist das auch alles bestens geeignet, Sie auf andere Gedanken zu bringen und Ihren Kopf wieder „durchzupusten".

Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie beim Lernen Pausen machen. Pausen sind keine verlorene Lernzeit, sondern sie tragen zum Lernerfolg bei, denn:

  • Das Gehirn braucht Zeit, damit sich neuer Lernstoff „setzen" kann.

  • Das Gehirn braucht Abwechslung, um nicht durcheinander zu geraten.

  • Der Mensch kann sich nicht permanent konzentrieren.

  • Der Körper braucht Abwechslung.

  • Der Neuanfang nach einer Pause erhöht die Aufnahmebereitsschaft

Sollten Pausen streng nach Plan gemacht werden? So eng muss man das nicht sehen. Wenn Ihr Zeitplan sagt „Pause", Sie aber noch mitten in einem Gedanken u.a. sind, ist es wenig sinnvoll, diesen Gedanken zu unterbrechen. Bringen Sie Gedankengänge und Arbeitsschritte zu Ende, bevor Sie eine Pause machen.

Wenn Sie im Lernfluss sind, können Sie auch durchaus auch länger ohne Pause arbeiten. Außerdem ist es bei jedem Menschen anders – das hängt von vielen Dingen ab. Außerdem ist konzentriertes Lernen auch Übung. Achten Sie aber stets auf die Signale Ihres Körpers, denn jeder hat seinen eigenen Lernstil, Lernrhythmus und Hoch- und Tiefphasen.

Silke Rische
 
 
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