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Leite einen Kurs an der Volkshochschule!

Autor: Pierre-MA | Erstellt am: 17.02.2011 | Gelesen: 729
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Eine originelle Art, etwas Geld nebenher zu verdienen, seine Persönlichkeit zu entwickeln und einfach interessant zu leben

Es geht in meinem heutigen Artikel wieder um die Frage: Wie lebe ich interessant?

Man kennt das: Man sitzt mit seinem Date im Café und sie fragt, was man denn neben dem Beruf so in seiner freien Zeit macht. Originell und nicht geläufig wird sein, wenn die Frau zu hören bekommt, dass man nebenbei in einer Volkshochschule Kurse leitet!

Vor einigen Monaten habe ich einen VHS-Kurs in einer Nachbarstadt geleitet. Es war nur ein Semester und ich hatte lediglich 15 Tage, an denen ich über 2 Monate verteilt mit den Teilnehmern gearbeitet habe, es hat mir aber sehr viel Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wieder machen.

Heute habe ich eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, mit der sich das Vorhaben in die Tat umsetzen lässt. Ein Dozent an einer VHS sollte Fachkenntnisse, Redegewandtheit, Selbstvertrauen und die Motivation besitzen, anderen Leuten etwas beibringen zu wollen.


Doch: Kein Meister ist vom Himmel gefallen. Wer in der Schule bereits Spaß am Referate halten hatte, wird sich in der ungewohnten Situation schnell zurecht finden. Je mehr man übt, desto besser wird man. Und: Der Dozent soll keinen Rhetorikpreis bekommen, sondern den Teilnehmern etwas beibringen. Das schafft man, wenn man Begeisterung mit hineinnimmt - und die hat man automatisch, wenn man ein solches Vorhaben in die Tat umsetzen möchte!

1. Voraussetzungen

Einen VHS Kurs leitet man nicht, weil man dadurch reich werden möchte. Der Spaß und der Wille, anderen Menschen etwas beizubringen, sollte an erster Stelle stehen. Die entsprechende Fachkenntnis sollte der Dozent mitbringen, was aber selbstverständlich ist. Er muss kein Wissenschaftler auf seinem Gebiet sein, jedoch gängige, aufkommende Fragen beantworten können. Geduld und Ausdauer klingt erstmal befremdlich, doch ist davon auszugehen, dass in einem Internetkurs für Rentner, die meisten Teilnehmer zum ersten Mal eine Tastatur bedienen. Fingerspitzengefühl ist dort gefragt.

Rhetorisch begabt sollte man sein... wobei es daran nicht scheitern würde. Wichtig ist - ich wiederhole es bereits - dass man mit Spaß und Begeisterung bei der Sache ist und den Leuten etwas beibringen möchte und kann. Alles, was darüber hinaus an Redegewandtheit existiert - etwa den Vortrag mit Humor versüßen - ist ein extra Pluspunkt, aber keine Pflicht.

2. Welches Thema kann ich wählen?

Generell ist der Auswahl keine Grenze gesetzt. Einen guten Ein- und Überblick erhält man, wenn man einfach mal in bereits bestehende VHS-Programme hineinschaut. Das geht online ganz bequem. Wichtig ist aber auch, dass man sich selbst Gedanken macht und sich fragt: Was kann ich gut? Was möchte ich präsentieren? Es kann eigentlich ALLES sein, was auf denkbare Nachfrage stoßen kann.

  • Handwerklich orientierte Dinge: Stricken, Hämmern, Bauen, Nähen, Reparieren, Basteln…
  • Technologie: Internet- und Computerkurse, Programmieren, Webseiten erstellen
  • Kreatives: Irgendetwas erstellen, bauen, kreiern, entwickeln (Gesellschaftsspiele, Konzepte, Grafiken,…)

3. Das Thema vorbereiten

Hat man ein Thema gefunden, das man lehren und vermitteln möchte, kann man sich in den örtlichen und nachbar-örtlichen Volkshochschulen umsehen. Nicht zurückscheuen, wenn die Themen noch nicht existieren oder aber bereits vergeben sind!
Das hat nicht viel zu sagen, eher sind die Dozenten froh, wenn sie das ein oder andere Thema abgeben können. Zudem: Nachwuchs ist in der Regel immer willkommen!

Danach erstellt man ein Konzept, welches man in ein Grob- und in ein Feinkonzept untergliedern kann.

  • Wie soll ein Kurs aussehen?
  • Wie hoch sind Praxis- und Theorieanteile ungefähr in Prozent?
  • Was soll in beiden Teilen jeweils geschehen? (Präsentation, Tafel, Materialien, Vortrag, Experiment, Filmvorführung, etc...)

Anschließend macht man sich um den Feinschliff Gedanken:

  • Dauer und Länge des Kurses, untergliedert in wie viel Stunden und Wochen?
  • Anzahl der Teilnehmer
  • Voraussetzungen der Teilnehmer, was müssen sie mitbringen, auch an Materalien?
  • etc…
Sind die Überlegungen getätigt, wird geordnet und geschrieben: Am Besten eignet sich ein PDF-Dokument zum Verschicken.

4. An die VHS herantreten

Jetzt kann man die Volkshochschulen kontaktieren- zunächst per Mail, später telefonisch.

Darauf achten, dass man regional über den Tellerrand schaut: Nicht nur die Heimatstadt berücksichtigen, sondern auch benachbarte Orte mit einbeziehen und anschreiben.

Wenn Bedarf und Interesse seitens der VHS besteht, gibt es meist ein kleines Vorstellungsgespräch. Keine Angst!

Hier geht es nicht um den Job in der Geschäftsführung sondern um ein gegenseitiges Kennen Lernen. Ich habe damals etwas über mich erzählt und gesagt, warum ich denke, dass ich das ganz gut kann, was ich vorgetragen habe. Hier verweist man entweder auf berufliche Qualifikation oder halt auf das private Hobby, das man schon seit Jahren betreibt. Ehrlichkeit ist Trumpf - hier sollen sich nicht zwei Geschäftspartner etwas vormachen sondern zwei Kollegen eine nette Beziehung aufbauen.

5. Das war es - Viel Erfolg!

Ran an den Speck! Jetzt heißt es also für alle die, die Interesse bekommen haben: Thema erdenken, Konzept erstellen, an VHS herantreten.

Das Ganze ist zwar finanziell keine Offenbarung, persönlich jedoch sicherlich eine Bereicherung!

Weitere Tipps, sein Leben interessant zu gestalten, gibt es auf meinem Mädchen ansprechen BLOG.

Liebe Grüße
Pierre Stimmenthaler

 
 
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