Quelle:Seifried Bad und Heizung
Eine warme Dusche dient nicht nur der Körperreinigung, sondern auch der Entspannung. Haben sich in der Warmwasserleitung aber Legionellen eingenistet, steht unter Umständen die Gesundheit auf dem Spiel. Diese Bakterien werden mit dem Wassernebel, wie er beim Duschen entsteht, eingeatmet und gelangen so in die Lunge.
Die meisten Legionellenarten sind für den Menschen ungefährlich. Einige Arten können jedoch Auslöser der „Legionärskrankheit" (Legionellose) sein. Diese, zunächst einer Lungenentzündung ähnlichen Krankheit, kann sogar zum Tode führen.
Legionellen sind Bestandteil eines jeden Süßwassers. Folglich sind diese auch im kalten Trinkwasser vorhanden, das der Wasserversorger ins Haus liefert. Ihre Anzahl ist hier jedoch so gering, dass sie niemanden gefährlich werden können. Erst, wenn sie sich vermehren, kann das ein Risiko bedeuten. Folglich müssen Trinkwassererwärmer , z.B. der Warmwasserspeicher der Heizung, und Warmwasserleitungssystem so betrieben werden, dass sich Legionellen in ihnen nicht wohl fühlen. Warmwassertemperaturen von 55 °C oder mehr töten Legionellen ab. Damit nicht nur das Wasser im Trinkwassererwärmer, sondern auch das in den Rohrleitungen nicht kälter als 55 °C ist, sind eine ausreichende Wärmedämmung der Rohre und eine exakt eingeregelte Zirkulationsanlage nötig.
Meisterbetriebe der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik können ermitteln, ob die Betriebsbedingungen der Warmwasserleitungen Legionellen keine Chance lassen. Sie beraten auch hinsichtlich der mindestens alle drei Jahre erforderlichen mikrobiologischen Untersuchungen der Warmwasseranlagen von Mehrfamilienhäusern.
Denn schließlich sollte jeder auch unter der Dusche bedenkenlos durchatmen können. Warmwasserleitungen sollten regelmäßig kontrolliert und richtig betrieben werden. Dann bleibt das Duschbad ein Vergnügen ohne Folgen
Innung für Sanitär und Heizungstechnik Mülheim