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LED-Videowand kaufen - 5 Tipps für Einsteiger

Autor: daylite | Erstellt am: 14.06.2017 | Gelesen: 204
Kategorie: Elektronik & Informationstechnik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Wie man recht schnell aus der Vielzahl von Angeboten für Outdoor-LED-Videowalls den passenden Anbieter für sein Projekt findet

Meist ist es so, dass der Käufer einer neuen Outdoor- LED-Videowand nicht gerade die zwanzigste Anzeige kauft, sondern in der Mehrzahl der Fälle Laie auf diesem Gebiet ist. Deshalb werden die nachfolgenden Tipps hoffentlich dem einen oder anderen helfen, sich atemberaubende Instandhaltungskosten, miese Qualität der Anzeige und ihres Schriftbildes oder gar den Totalausfall der Videowall zu ersparen.

1. Wen frage ich an?

Sinnvollerweise wird die allgegenwärtige Suchmaschine befragt.

Es lohnt sich, hier von allen Anbietern der ersten beiden Seiten Angebote einzuholen.  Es ist zwar etwas mehr Aufwand, aber erhöht die Wahrscheinlichkeit, den optimalen Anbieter für das Projekt zu finden. Schließlich geht es hier nicht um einen Schokoriegel, sondern ein Investment von mehreren tausend Euro.  Der Laie wird an dieser Stelle fragen: Sind denn nicht alle Videowalls irgendwie gleich?

Spätestens nachdem die ersten Angebote eingetroffen sind, wird man  erstaunt sein, welche Unterschiede  es gibt.

2. Was sagt mir der Preis?

Einfach ausgedrückt: Garnichts!  Niemand kann zaubern und im Zeitalter globalisierter Einkäufe kosten gleichwertige LEDs, Controller, Leiterplatten, Gehäuse und Netzteile  überall in etwa das Gleiche.

Jetzt beginnt das Aussortieren der Angebote:
- Auch billige LEDs werden meist die Gewährleistungszeit überstehen. Aber danach wird es spannend:  Vermehrt steigende Ausfälle einzelner LEDs  oder ein farbstichiges Schriftbild führen dazu, dass die Anzeige nichtmehr als attraktiv wahrgenommen wird und zudem  hohe Instandhaltungskosten verursacht.  Eine höhere Fertigungsqualität der LEDs und damit längere Haltbarkeit und Anzeigestabilität rechtfertigen die etwas höheren Preise und machen sich vielfach bezahlt.  Jeder professionelle Anbieter benennt deshalb die eingesetzten LED-Chips im Angebot. Wer das nicht macht, weiß entweder gar nicht, was darin verarbeitet ist oder weiß es, möchte es aber gern verschweigen.  Egal wie, solche Anbieter disqualifizieren sich von selbst.

- Auch die eingesetzte Steuerelektronik ist ein zu beachtender Kostenfaktor. Je schneller der Controller der Leiterplatte die eintreffenden Signale verarbeiten und weiter leiten kann, desto besser  das Schriftbild und auch das Verhalten in der Abstrahlung elektromagnetischer Störungen. Professionelle Anbieter geben deshalb stets an, welche Treiber von Ihnen verwandt werden. Wer das nicht kann oder nicht will, sollte ebenfalls ein Fall für den Papierkorb sein.

- Mittlerweile sind Aluminiumgehäuse eigentlich Standard. Selten werden noch die etwas billigeren Stahlgehäuse angeboten, weil  hier irgendwann Korrosion einsetzen  und damit das Erscheinungsbild der ganzen Videowand immer unerfreulicher wird.

3.  Mit welchen weiteren Nebenkosten muss man rechnen?

- Eine Videowand besteht aus einzelnen Modulen, welche an eine Unterkonstruktion angeschraubt werden.  Diese ist recht einfach aufgebaut und wird aus Gewährleistungs- und Preisgründen vom Metallbauer vor Ort gefertigt.  Bei Angeboten inklusive Unterkonstruktion und Montage sollte man dringend nachfragen, wer namentlich diese Leistung erbringt. 

Bei der Unterkonstruktion handelt es sich um Stahl- bzw. Aluminiumtragwerke. Der Hersteller muss entsprechend DIN EN 1090 zertifiziert sein. Bei der Montage  wiederrum handelt sich hier um eine Bauleistung nach VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen). Die Firma muss zur Ausführung von Bauleistungen berechtigt sein.  Deshalb: Hände weg von Komplettanbietern, soweit sie diese Nachweise nicht erbringen können, denn im Schadensfall haftet zuerst der Nutzer.

- Dass eine LED-Videowand auch Strom benötigt, steht außer Zweifel.  Und das über die Jahre der Nutzung  dies ein wichtiger Kostenfaktor ist, sollte auch jedem klar sein. Aber manche Anbieter geben den Stromverbrauch  nur als Durchschnittswert an. Da diese Werte immer abhängig sind von den dargestellten Inhalten, ist der einzig vergleichbare Wert der maximale Stromverbrauch. Wer hier keine Angaben liefert, hat da ein Problem.

4. Woran erkenne ich ein brillantes Schriftbild?

Im Prinzip sind hier vier Faktoren entscheidend:  Anzahl  und Qualität der LED-Chips, die Helligkeit, die Scan-Rate und der Kontrast.

Jedem dürfte klar sein, dass eine höhere Anzahl von Bildpunkten (Pixel) auch ein besseres Bild ergibt.Da ein Bildpunkt aus 3 LED-Chips besteht, sollte man hier einfach schauen, welche Anzahl von LED-Chips bei gleicher Bildfläche verarbeitet worden sind.  Bei einem Pixelabstand von 10 mm ergeben sich zum Beispiel 100x100x3 = 30.000 LED-Chips je Quadratmeter.

Auch die Qualität der verwendeten LED-Chips spielt eine große Rolle. So wird man bei minderwertigen LEDs schon nach kurzer Zeit Farbstiche und eine zunehmend fleckiges Bild feststellen.

Das eine LED-Wand nur dann auffällt, wenn sie auch hell genug ist, sollte im wahrsten Sinne des Wortes einleuchtend sein. Eine Leuchtdichte von 4000 cd/qm (nits) ist hier das Minimum. Um in der dunklen Tageszeit nicht zu überstrahlen, sollte jede Videowand  außerdem mit einem Helligkeitsmanagement  ausgestattet sein. Die Videowand sollte sich also automatisch an die Umgebungshelligkeit anpassen und die Helligkeitskurve sollte in jedem Fall auch im Späteren veränderbar sein. Nur so ist sichergestellt, dass auf veränderte Rahmenbedingungen, wie Emissionsgrenzwerte oder neue Beurteilungen der Verkehrsbeeinflussung   reagiert werden kann.

Um ein für das menschliche Auge angenehmes flimmerfreies Bild zu erzeugen, sollte die Scan-Rate einer LED-Videowand  bei  1500-2000 Hz  liegen. Das ist nur möglich, wenn die  Treiber auf den Controllerkarten der Videowand  die entsprechende Verarbeitungsgeschwindigkeit der Bildsignale  gewährleisten. Hier ist dringend darauf zu achten, ob der Anbieter in der Lage und willens ist, konkrete Angaben zu den Treibern zu machen.

Je höher der Schwarzanteil einer Fläche, desto besser ist der Kontrast. Was man aus den Vergleichen von Plasma- und TFT-Bildschirmen kennt, trifft auch auf die Art der eingesetzten LEDs zu.

Derzeit sind zwei Arten von LEDs für LED-Videowände gebräuchlich: klassische, sogenannte THT-LEDs und SMD-LEDs. Da Sonnenschutzlamellen bei etablierten Herstellern Standard sind, gehen wir hier nur auf die bauliche Besonderheiten der beiden LED-Formen ein.  Eine SMD-LED im Outdoorbereich hat im stromlosen Zustand eine weißen Hintergrund, eine THT-LED erscheint eher grau bis dunkel. Somit ist der Schwarzanteil von THT-LEDs höher und damit auch der Kontrast.. Dies setzt allerdings voraus, dass  sogenannt 3in1-LEDs bzw. Super3-LEDs eingesetzt werden. Bei älteren Videowänden werden zur Darstellung eines Leuchtpunktes noch drei bis vier THT-LED genutzt, was diesen Vorteil zunichtemacht und besonders im Nahbereich ein verwaschenes Bild erzeugt.

5. Elektromagnetische Verträglichkeit !

LED-Videowände sind elektrische Anlagen, die technisch bedingt eine elektromagnetische Abstrahlung haben.  Grundsätzlich darf auf der Welt alles gebaut und verkauft werden, ob es jedoch auch den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten  in der Europäischen Union im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen entspricht, steht auf einem ganz anderen Blatt.

In jüngster Zeit wird besonders auf diesem Gebiet  von behördlicher Seite aus gutem Grund verstärkt darauf geachtet.

Eine Überschreitung der gesetzlichen Werte hat unmittelbar zur Folge, dass die Videowand abgeschaltet werden muss und der Betreiber alle damit in Zusammenhang stehenden Kosten trägt. Inwiefern der Lieferant dann noch über einen kostspieligen juristischen Weg in die Verantwortung genommen werden kann, ist bei den Anbietern, die diese Problematik ihrer Produkte kennen, sehr fraglich. 

Teilweise kann die Anlage noch mit hohem  technischem und damit eigenem finanziellem Auswand  gerettet werden, aber oft sind durch Billiglayouts der Leiterplatten solche Maßnahmen zwecklos  und die Investition ein Totalverlust.

Dass  viele im fernen Ausland ausgestellte Zertifikate nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind, dürfte aus den Medien bekannt sein.

Professionelle Anbieter vertrauen deshalb nicht blauäugig diesen Zusicherungen, sondern lassen ihre Produkte im eigenen Interesse und zur Kundesicherheit in Deutschland oder anderen angesehenen Institutionen innerhalb der Europäischen Union prüfen und können dies belegen.  Ein entsprechendes Zertifikat oder Prüfprotokoll sollte also zwingend  Teil der Dokumentation der LED-Videowand  sein.

Man wird nun erstaunt feststellen, dass aus der Vielzahl der Angebote ein recht übersichtlicher Teil übrig geblieben ist.  Mit diesen Anbietern lohnt es sich dann, in Detailgespräche  über zu gehen und man wird schnell den perfekten Partner für sein Projekt finden
 
 
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