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Lebensstandard im Alter keine Frage der Gerechtigkeit

Autor: DieTonmeister | Erstellt am: 29.05.2008 | Gelesen: 1344
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Staatliches Rentensystem am Ende seiner Möglichkeiten – Expertenrunde im Berliner ICC fordert individuellen Vermögensaufbau gegen Altersarmut

afaBerlin - Die Altersvorsorge liegt in den Händen jedes Einzelnen und nicht mehr in der Verantwortung des Staates. Diese ernüchternde Bilanz zogen führende deutsche Renten- und Finanzexperten auf dem ersten Berliner Kongress 'Denk' an Deine Zukunft' des Cottbuser Finanzdienstleisters AFA AG. Hauptredner der Veranstaltung, auf der sich Ende Mai rund 5.000 Gäste im Berliner ICC kostenlos informierten, waren der langjährige sächsische Ministerpräsident und Vordenker Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Dr. Friedhelm Busch, Finanzexperte des Nachrichtensenders n-tv und Top-Trainer Bernd W. Klöckner. Die Moderation hatte ZDF-WISO-Moderator Michael Opoczynski.

„Die Wirklichkeit, nicht die Politik erzwingt ein Umdenken", so Biedenkopf. „2029 werden die 60 bis 65-Jährigen die 90-Jährigen pflegen. Deshalb müssen wir unsere Zukunft in den Blick nehmen und dürfen weder Angst vor ihr haben noch die kommenden Generationen dazu zwingen, Lasten zu übernehmen, die ihre Eltern nicht bereit waren zu tragen. Der Staat kann das Problem, das wir hier diskutieren nicht lösen – Die private Vermögensverwaltung ist die Lösung!"

So stand am Ende jedes Vortrags das Fazit: Jetzt handeln! Denn Zeit ist Geld, was Bernd W. Klöckner an Rechenbeispielen bewies. „Falsche Geldgewohnheiten sofort ablegen, hinsetzen und vorsorgen, um später nicht mit 400 bis 500 EUR Rente auskommen zu müssen", mahnte der „Möglichkeitsdenker", der dafür plädiert, Geldunterricht an den Schulen einzuführen. Sparen hieße zwar immer auch Konsumverzicht, aber nicht ohne sich einen kleinen Topf an Spaßgeld zu gönnen. Bernd W. Klöckner: „Sucht Euch Menschen als Berater, die beim Thema Finanzen nicht nett zu Euch sind, sondern die die Wahrheit sagen!"

Ein flammendes Plädoyer für die Altersvorsorge mit Aktien, die in Deutschland noch ein Schattendasein führen, hielt Dr. Friedhelm Busch: „Finanz- und Wirtschaftskrise sind allmählich überwunden, doch den Mottenfraß der Inflation, der viele Löcher in Kaschmirpullovern hinterlässt, müssen wir weiter ertragen". Deshalb sein Expertenrat: Die Altersvorsorge so aufbauen, dass sie mit der Inflation geht. Also in die Aktien solcher Unternehmen investieren, die auch in Krisen gebraucht werden und sich dabei immer vor Augen führen: „Sicherheit frisst Rendite!". Wer also höhere Renditen erwartet, muss auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen.

Der Vorstandsvorsitzende der AFA AG, Sören Patzig, untermauerte das Problem mit Zahlen: „95 % der Deutschen wissen nicht, was sie abgeschlossen haben und wie viel ihnen davon im Alter bleibt." Insgesamt ließen sich mit einer Optimierung der Finanzanlagen und Versicherungsverträge in unserem Land in etwa 50 Mio. Haushalten rund 45 Mrd. EUR einsparen, die wiederum in die private Altersvorsorge investiert werden könnten. Doch es fehle an Institutionen, die diese flächendeckende Beratung leisten können. Sören Patzig: „Deshalb legen wir größten Wert auf Ausbildung und werden in 2008 allein 500 Personen in unseren acht Ausbildungsstandorten einen kostenlosen IHK-Abschluss ermöglichen. Im kommenden Jahr sollen es sogar 1.500 bis 2.000 Auszubildende sein."

AFA-Vorstand Stefan Granel forderte den Staat auf, im Sinne des Nachwuchses zu sparen und zusätzlich 50 EUR zum monatlichen Kindergeld von Profis anlegen zu lassen, statt es auszuzahlen. „Darüber hinaus", so Granel, „gab der Bund 2007 rund 280 Mrd. an Steuergeldern aus, wovon er laut Bundesrechnungshof zwei bis drei Mrd. moniert und laut dem Bund der Steuerzahler sogar rund 14 Mrd. EUR für unnötige Projekte verschwendete. Würde der Staat auch dieses Geld von Anlageprofis managen lassen, wäre das Rentenproblem für zukünftige Generationen hinfällig. Heutigen Sparern bieten so genannte Whole-Life- oder Methusalem-Policen maximale Flexibilität und Steueroptimierung."

Martin Ruske, AFA AG
 
 
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