Rauchmelder retten Leben !
In den Nachrichten wird regelmäßig über Wohnungsbrände berichtet. Doch nur wenige wissen, dass jährlich rund 600 Menschen dabei ums Leben kommen. Schätzungsweise 300 von Ihnen könnten durch den Einsatz von Rauchmeldern in Wohnräumen gerettet werden.Doch bis jetzt ist leider nur ein geringer Teil aller deutschen Haushalte mit den wichtigen Lebensrettern ausgestattet. Dabei handelt es sich nur um eine kleine Investition, die Leben retten und Tragödien verhindern kann. Der Brand von Ludwigshafen machte die Notwendigkeit von Rauchmeldern deutlich. Die schwere Brandkatastrophe vom vergangenen Jahr forderte neun Todesopfer und 60 Verletzte.
Nicht jedem bekannt ist auch, dass die meisten Brandopfer nicht durch das Feuer, sondern durch den sich sehr schnell entwickelnden Brandrauch sterben. Die meisten werden nachts Opfer eines Brandes. Um nicht im Schlaf von den tödlichen Rauchgasen überrascht zu werden sollten alle
Wohnungseigentümer und
Vermieter, ob vorgeschrieben oder nicht,
Rauchmelder in den Wohnräumen installieren. In vielen Bundesländern ist der kleine Lebensretter Rauchmelder bereits gesetzlich vorgeschrieben, andere Länder ziehen nun nach.
In den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Rheinland-Pfalz sind Rauchmelder bereits sowohl bei Neu- und Umbauten als auch bei Bestandsgebäuden einzubringen, in Thüringen und im Saarland erstreckt sich die Pflicht bislang nur auf Neu- und Umbauten. Die entsprechenden Vorschriften für die Bundesländer gehen aus den jeweiligen Landesbauordnungen hervor.
Beim Kauf ist darauf zu achten, dass nur Geräte erworben werden, die das CE-Prüfzeichen tragen und zudem auch mit dem VdS-Prüfzeichen versehen sind. Ferner sollte die Batterie eine lange Lebensdauer haben. Um sicherzustellen, dass die Geräte ständig funktionsfähig sind sollte bei jedem Melder regelmäßig mit dem Testknopf eine Funktionsprüfung vorgenommen werden.
In den Bundesländern, in denen
Rauchmelder bereits vorgeschrieben sind, müssen diese in Kinderzimmern und Schlafräumen, in Fluchtwegen wie Fluren und Treppen, installiert werden, damit der giftige Brandrauch umgehend gemeldet werden kann. Rauchmelder reagieren im Ernstfall mit einem schrillen Signalton, der alle Bewohner rechtzeitig wecken kann und die nötige Zeit verschafft, sich und andere in Sicherheit zu bringen.
Verantwortlich für den Einbau und die Funktionsfähigkeit der Geräte ist der Wohnungseigentümer bzw. Vermieter. Dieser kann zwar die Pflicht und die Kosten zur Durchführung von Funktionskontrolle, Instandhaltung und Batteriewechsel auf den Mieter vertraglich umlegen. Die Kontrollpflicht bleibt jedoch bestehen. Vermieter und Eigentümer sollten sich daher auf jeden Fall über die für sie bereits geltenden Vorschriften informieren.
Michael Büttner, Leipzig
Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (IHK), Sachverständiger für Imobilienbewertungwww.immobilien-bauen-wohnen.de