Lebensqualität im Alter
Will man die Bedeutung von Gesundheit für die
Lebensqualität im Alter verstehen, muss eine Unterscheidung zwischen objektiver und subjektiver Gesundheit getroffen werden. Diese Unterscheidung ist bedeutsam, da der subjektiv wahrgenommene Gesundheitszustand das Wohlbefinden im Alter oft mehr beeinflusst als die tatsächlich vorhandenen Erkrankungen. Dies verdeutlicht der Tatbestand, dass subjektive Gesundheit oft mit Lebensqualität gleichgesetzt wird.
So hat der subjektive Gesundheitszustand, der die selbst wahrgenommenen Aspekte der körperlichen und geistigen Verfassung sowie das subjektive Urteil darüber beinhaltet, Einfluss darauf, wie ältere Menschen ihr Altern gestalten und welche Aktivitäten sie sich zutrauen. Je schlechter der eigene Gesundheitszustand eingeschätzt wird, desto mehr wird Altern als psychophysischer Verlust erlebt.
Objektive und subjektive Gesundheit können im Alter voneinander abweichen. So nimmt vor allem im hohen Alter die Bedeutung des objektiven Gesundheitszustandes für die subjektive Gesundheitsbeurteilung ab. Die subjektive Einschätzung bleibt oft trotz einer sich verschlechternden objektiven Gesundheit stabil, was als der Versuch gedeutet werden kann, trotz chronischer Krankheit ein möglichst hohes Wohlbefinden aufrechtzuerhalten. Gute Gesundheit im Alter bedeutet somit viel mehr als physisches Wohlbefinden.
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