Eva Bernardi - Sprecherin Oberbayern der LAG Hartz IV muss weg!
„Wir sammeln Lebensmittel und keinen Abfall". So die empörte Reaktion auf Kritik an den als Marke eingetragenen Tafeln.Eva Bernardi, Sprecherin für Oberbayern der LAG Hartz IV muss weg! meint dazu als Reaktion auf den „Tafel"-Artikel im Kurier Dachau vom 05.09.09: Genauer betrachtet ist diese Kritik wirklich unzureichend. Mehr als die Sorge um das vermeintliche schlechte Lebensmittel sollte die wirkliche Absicht der Deutschland weiten Tafeln und deren Organisatoren genauer betrachtet werden.
Denn die organisierte Nächstenliebe der wohltätigen Tafeln kennt nur ein Ziel: Den Wandel vom Sozialstaat zum Wohlfahrtsstaat zu unterstützen. Einhergehend mit einer Entdemokratisierung der einkommensschwachen Bürger. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Hilfe durch die Tafeln.
Der Unternehmensberater McKinsey schaffte die organisatorischen Vorgaben für dieses „Gesellschaftliche Projekt der Nächstenliebe" und die deutsche Wirtschaft half bereitwillig nicht nur mit Sachspenden, wie Transporter und Räumlichkeiten. Deutschland nähert sich ss seit einigen Jahren der dritten Welt an und verwehrt immer mehr Bürgern die würdevolle Teilhabe an der Gesellschaft.
Die Lebensmittelkonzerne und – unternehmen „spenden" die unverkäuflichen oder ihre abgelaufenen Lebensmittel, ziehen diese „Spenden" dann von der Steuer ab, sparen sich dadurch die teure Entsorgung. Das geschieht auf dem Rücken der vom fairen Lohn einer anständigen Erwerbsarbeit fern gehaltenen Menschen und der Steuerzahler.
Die Tafeln sind ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind ein Zeichen der Dekadenz und einer jahrelangen Lobbyarbeit der deutschen Exportindustrie, der „Deutschland AG". Erwerbslose Menschen sind Kosten und Hindernisse im globalen Wettbewerb in dem täglich sozialversicherungspflichtige Arbeit abgebaut wird.
V.i.S.d.P.: Eva Bernardi, St.-Lantpert-Str. 27, 85235 Odelzhausen
Tel.: 08134-559021, eMail:
eva.bernardi@die-linke-dachau.dewww.lag-hartziv-muss-weg.de