Wenn man einkaufen geht, hat der eine oder andere Konsument sich kleine, unbewusste Rituale angeeignet. Man bringt die Kinder oder sein Kind morgens weg und geht schließlich einkaufen. Irgendwie landet man unbewusst immer in den gleichen Geschäften. Beim Metzger im Ort holt man sich seinen Wurstaufschnitt, schließlich wagt man einen Blick ins Gemüselädchen, egal ob man nun Obst oder Gemüse benötigt. Man sagt einmal „Hallo", schaut sich um, nimmt vielleicht doch ein paar Tomaten mit und geht in den Supermarkt. Dort grüßen die Kassiererinnen einen schon beim Betreten des Ladens und alles fühlt sich richtig an. Die Lebensmittel für den Tag werden gekauft, scherzt mit dem Marktleiter und mit der Kassiererin hält man ein kurzes Schwätzchen.
Alle diese Dinge gehören dazu, wenn man sich auf den Weg macht und seine Lebensmittel kaufen geht. Stadtleute kennen dies vielleicht nicht in der Form, sie fahren mit dem Auto in den nächsten Discounter, nehmen die Dinge mit die sie benötigen und das war es dann. Alles läuft schnell und unpersönlich ab, sodass keine Atmosphäre beim Einkauf entstehen kann. Geht man in einen modernen Supermarkt und schließlich in einen Discounter, fällt schon der Unterschied in der Aufmachung der Läden ein. Der Discounter ist zugepackt mit Kartons und irgendwelchen Gestellen, die als Regal dienen sollen, der moderne Supermarkt ist angenehmer beleuchtet, die Ausstattung, wie beispielsweise die Regale, Kühltheken und Frischwursttheke sind modern und ansprechend gestaltet. Es sieht alles gepflegter aus und der Laden wirkt einfach sauberer als ein greller Discounter, Lebensmittel kaufen kann auch Spaß machen und nicht nur nützlich sein.