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LEBENSLAGEN: Für Patchworker und Jobhopper

Autor: Sandra Wagner | Erstellt am: 16.12.2007 | Gelesen: 3470
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Wenn Sie überzeugt sind, dass Ihnen Ihr Job bis ans Arbeitsende sicher ist, klicken Sie ruhig weiter. Andernfalls sollten Sie sich mit Strategien vertraut machen, wie Sie auch in unsteten Zeiten vorsorgen können.

workerBrasilianische Verhältnisse sagen Soziologen wie Ulrich Beck dem deutschen Arbeitsmarkt voraus. Klingt nach Samba und Lebensfreude, aber es bezeichnet einen dramatischen Umbruch: Gemeint ist die Tatsache, dass sichere und feste Arbeitsverhältnisse immer seltener werden und viele Lebensläufe aus unterschiedlichen Arbeitsformen zusammengestückelt sind. So normal wie Lebensabschnittspartner werden bald Lebensabschnittsberufe, während die Biographie mit 45 Rentenbeitragsjahren schon nahezu ausgestorben ist und geradlinige Karrieren eher historische Phänomene sind als Realität.

Brüche entstehen in fast jedem Lebenslauf

Heute sind Dauerpraktika, Jobwechsel, Auszeiten, Teilzeitposten, befristete Anstellungen und Arbeitslosigkeitsphasen Normalität und längst nicht mehr das Los, das nur schlecht Ausgebildete oder einige Branchen trifft. Dotcom-Blase und Entlassungswellen bei Banken und Automobilbauern haben gezeigt, dass dieses Schicksal jeden ereilen kann. Besonders die „bürgerliche Mitte", die „Traditionsbewussten" und die „etablierte Oberschicht" müssen sich laut Sozialforschern an Flickwerk in der Berufsbiographie gewöhnen. Zwar sind in erster Linie Frauen betroffen, weil sie in der Regel noch für Familie und Kinder ihren Job aufgeben oder kappen. Zwei von drei Frauen arbeiten mindestens zwölf Monate ihres Lebens lang in Teilzeit. So entstehen in ihrem Lebenslauf Brüche, die sich schmerzlich bei der Rentenhöhe bemerkbar machen.

Aber auch 90 Prozent der Männer verbuchen längere Fehlzeiten in ihrer persönlichen Rentenversicherungsstatistik. Dabei müssen Brüche ja nicht immer Stillstand und Arbeitslosigkeit bedeuten. Oft sind auch Existenzgründung oder die Annahme von freien Projektarbeiten der Grund, warum nicht kontinuierlich in die Rentenkasse eingezahlt wird. Und bald soll ja auch die Elternzeit für Väter kommen.

Was Patchworker eint: Sie müssen mit Unsicherheit, schwankendem Einkommen und großen Lücken zwischen den Verdienstphasen rechnen.

  • 86 Prozent der Männer haben Nichterwerbszeiten auf dem Lebensarbeitszeitkonto
  • 66 Prozent der Frauen sind mindestens zwölf Monate mal in Teilzeit beschäftigt
  • 30 Prozent der Männer arbeiten mindestens ein Jahrlang sozialversicherungsfrei

Oft sind sie abhängig vom Geld der Eltern oder des Partners. Umso mehr sollten sie nie ihre eigene Altersvorsorge aus dem Blick verlieren und wenigstens kleine Beträge zurücklegen. Leichter gesagt als getan. Mit ein paar Tricks ist es aber zu schaffen:

 
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