Lebensbaum
In vielen alten Kulturen hat der Baum eine ganz besondere Bedeutung. Der Lebensbaum kann für vieles stehen, für Weisheit, Wachstum oder Heilung. Für Gleichgewicht, Harmonie oder Wiedergeburt. Von den Wurzeln und Ästen des Lebensbaumes. Ein Baum verbindet Erde und Himmel miteinander, und war deshalb schon ein wichtiges magisches Symbol bei den Chinesen, Griechen, Wikingern und vielen anderen Kulturen. Der Lebensbaum galt mal der Heilung, mal dem Wachstum und mal der Weisheit. Lebewesen mit einer ganz besonderen Bedeutung waren die Bäume für die Kelten. Nach dem keltischen Kalender wurden die 39 Jahresabschnitte von 21 Bäumen bestimmt.
In der keltischen Mythologie ist der Lebensbaum das bekannteste Symbol. Seine Äste reichen bis in den Himmel und seine Wurzeln gehen tief in die Erde, er steht somit für das Gleichgewicht zwischen den beiden Welten, steht sowohl für Harmonie, als auch für Wiedergeburt. Der Baum als Inbegriff des Lebens schlechthin.
Auch heute noch hat der Baum keinesfalls an Bedeutung verloren. Häufig wird zur Geburt eines Kindes ein Baum gepflanzt, der das Kind durch sein Leben begleiten soll. Dann gibt es noch den Brauch, dass ledige Männer kleine Maibäume, meistens Birken, am ersten Mai vor die Tür ihrer ebenfalls unverheirateten Angebeteten stellen. Nach einem Monat darf er das gute Stück wieder abholen und hoffen, dass diese Aktion mit einer Einladung der auserkorenden Dame verbunden ist.
Alles Gründe genug, warum viele Menschen den Lebensbaum gerne als
Silber Schmuck tragen. Aber auch im deutschen Sprachgebrauch ist der Baum verwurzelt(!). Wer Probleme nicht bei der Wurzel packen kann, findet vielleicht zu seinen Wurzeln zurück. Das ist umso einfacher, wenn man seine Wurzeln kennt oder zumindest schon eigene Wurzeln geschlagen hat.Aber wirklich niemals, sollte man den Ast absägen, auf dem man sitzt. Besser, man ist fest verwurzelt im Leben.
Sid Kroker