Immer wieder werden wir von Schlagzeilen eingeholt, in denen es um den demografische Wandel geht. Das Statistische Bundesamt hat berechnet: Bis zum Jahr 2050 wird die Bevölkerung in Deutschland um rund sieben Millionen Menschen auf insgesamt 75 Millionen schrumpfen.
Die demografische Entwicklung und der fortschreitende Strukturwandel werden unsere Gesellschaft spürbar verändern. Es wird eine Zunahme der Zahl älterer Menschen, besonders der Hochkantigen, zu verzeichnen sein.
Damit auch ihre Bedürfnisse in der Zukunft erfüllt werden, müssen Wohn- und Betreuungsangebote besser miteinander verknüpft werden. Um der demografischen Herausforderung gerecht zu werden, sind neue Wohnkonzepte zu finden und zu realisieren. Schon ist ein neues Schlagwort gefunden, bei dem es um die Entwicklung „quartiersbezogener Wohnkonzepte" geht.
Zentrales Prinzip eines Quartierskonzepts ist die kleinräumige Organisation und Vernetzung von altersgerechten Wohn-, Betreuungs- und Versorgungsmöglichkeiten. Möglich ist dies dort, wo ältere und jüngere Menschen zusammenleben und sich auch gegenseitig unterstützen. Denkbar sind hierbei Modelle, bei denen auch außerfamiliäre Netzwerke und Kontakte, wie die zwischen guten Nachbarn, entstehen. Ältere Menschen wollen nicht isoliert und anonym wohnen und so kann ein regelrechtes Solidarprinzip zwischen den Bewohnern entwickelt werden.
Pilotprojekte gibt es in kleineren Wohngebieten oder auch Stadtteilen. Solange wie möglich in der gewohnten Wohnung und vertrauten Wohnumgebung zu leben, ist ein Wunsch der meisten älteren Menschen. Mit der vertrauten Wohnumgebung verbinden Menschen Kontinuität und Identität, denn nachbarschaftliche Kontakte und vertraute alltägliche Abläufe bleiben für sie weitgehend erhalten.
Insbesondere durch die Gestaltung von altersgerechten Wohnungen, Alltagshilfen sowie Gemeinschaftsangeboten im Wohnquartier sowie einer quartiersbezogenen häuslichen Pflege kann Selbstständigkeit auch bei Pflege- und Hilfsbedürftigkeit erhalten bleiben.
lps