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Laufen kann doch keine Sünde sein

Autor: Texterlounge | Erstellt am: 31.07.2010 | Gelesen: 633
Kategorie: Sport - Fitness & Workouts | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Von den kleinen und großen Sünden beim Laufen

Oh ja, mit der Bikini-Figur ist dass so ein Kreuz. Während man sich im Winter mit allerlei Leckereien verwöhnt, kommt im Frühjahr der große Schock. Die knappe Hüftjeans kneipt und zwickt an jeder Stelle und die Waage wird zum ärgsten Feind. So kann man sich unmöglich am Strand sehen lassen. Das kleine sexy Ding, was man als Bikini gekauft hat, aber eher an eine Notlage auf dem Stoffmarkt erinnert, muss wohl im Schrank bleiben und auch bauchfrei ist mit dem Winterspeck tabu. Es sei denn, man versucht die lästigen Pfunde los zu werden.

Im Internet kursieren jede Menge Diäten und die Bücher, welche zum Thema „Abnehmen" geschrieben wurden, lassen sich schon nicht mehr zählen. Doch alle Diäten haben einen gemeinsamen Fehler – sie sind nur allgemein gehalten und nicht auf den oder die Abnehmwillige abgestimmt. Jeder Mensch ist anders. Was bei dem einen zum maximalen Erfolg führt, kann für den anderen im Desaster enden.

Der beste Weg zum Abnehmen führt immer noch über den Sport. Doch welcher Sport ist der Richtige? Das Fitnessstudio ist teuer, hat nur zu bestimmen Zeiten geöffnet, die sich natürlich nicht mit Arbeitszeit, Haushalt und Kindern vereinbaren lässt, und der Anfahrtsweg ist auch nicht der kürzeste. Dabei kann Sport gerade in den wärmeren Monaten sehr preiswert sein. Zum Laufen bietet sich überall Gelegenheit. Außer ein paar Sachen und den Laufschuhen benötigt man nichts. Gut, fast nichts. Denn etwas Disziplin und Wissen sollte man schon mitbringen.

Laufen und Kraftsport haben eins gemeinsam; hartnäckig halten sich einige Trainingsmythen, die schon lang nicht mehr Up to Date sind. Nur wer richtig läuft, kurbelt die Fettverbrennung optimal an und macht aus dem lahmen Mofa-Motor einen getunten Sportwagen-Motor.

Tempo macht den Meister

Nach dem Motto: Je schneller man läuft um so schneller nimmt man ab. Irrtum! Wer ständig über seinem Limit läuft, muss mit Überanstrengungen und Verletzungen rechnen. Gerade Anfänger fehlt das richtige Körpergefühl. Der olle Trabi soll plötzlich mit 300 Sachen über die Rennpiste rasen. Doch auch beim Laufen gibt es ein Tempolimit, dessen man sich bewusst sein sollte. Also lieber einen Gang runter schalten und langsam das passende Tempo finden. Wer beim Laufen außer Puste gerät, läuft zu schnell.

Echte Sportler hungern

Viele Läufer sparen sich nach dem Training das Essen, um die Fettverbrennung anzukurbeln. Natürlich wird durch das Fasten der Fettstoffwechsel angeregt. Doch die Leidtragende ist die Regenerationszeit. Außerdem greift der Körper beim Fasten nicht nur auf die Fettdepots zurück, sondern hält sich auch an den Muskeln schadlos, in dem er das Proteinlager angreift. Viel besser sind nach dem Laufen kleine Kohlenhydrate-Snacks wie Brot mit Kräuterquark oder Cornflakes.

Routine ist alles

Na super, jeden Tag die selbe Runde und das gleiche Tempo, da muss man die Lust verlieren. Außer Mister Monk kommt doch auch keiner auf die Idee, seinen Kleiderschrank mit 5 gleichen T-Shirts und Jeans zu bestücken und die jeden Tag anzuziehen. Auch beim Laufen gilt, je abwechslungsreicher desto besser. Darin liegt der Erfolg. Beim Laufen sollte man das Tempo wechseln, die Strecke, den Rhythmus und die Dauer.

Lange Läufe kurbeln die Fettverbrennung an

Falsch! Lange, langsame Läufe sind nur für Einsteiger zur Vorbereitung gut. Ansonsten benötigt der Körper Abwechslung. Im Kampf gegen überflüssige ist ein Intervall-Training besser. Kurze, knackige Sprints sollten mit ruhigem Laufen abwechseln. Nur so fährt der Motor auf Hochtouren.

Einfach los laufen

Wer ohne Ziel drauf los läuft, wird schnell im Motivationsloch landen. Man sollte sich also vorher darüber im klaren sein, warum man läuft. Läuft man um des Abnehmens Willen, so zeigt die Waage das Ziel an. Doch vielleicht ist auch die allgemeine Fitness das Ziel. Kleine Schritte können hier motivieren. Der Ruhepuls kann gesenkt werden oder die Einheiten pro Woche erhöht werden. Wichtig ist es, das Ziel im Auge zu behalten und siegesgewiss darauf zu zulaufen.

Schon Hippokrates erkannt die Natur der Sünden: „Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor." Wer die kleinen Tipps beim Laufen berücksichtigt und nicht in die Sündenfalle gerät, wird schnell zur Bikini-Figur und einer besseren Fitness gelangen.

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