Latisse
Für lange und voluminöse Wimpern verwenden Frauen bislang
Färbungsmittel oder Mascara. Ein neuartiges Medikament vom Botox-Hersteller
Allergan will diesen Hilfsmitteln nun eine Alternative zur Seit stellen. Kraftvolle und lange Wimpern ohne zu pinseln: Dieser Frauentraum könnte mit dem Medikament Latisse real werden.
Der US-Pharmahersteller Allergan bringt Anfang 2009 dieses kleine medizinische Präparat auf den Markt: Das Medikament Latisse, das man auf Augenlider und Wimpern pinselt. Es soll bewirken, dass spätestens nach acht Wochen Behandlungszeit die Wimpern länger und voller werden. Und nach ca. 2 Monaten sollen die Wimpern ihre Endlänge erreicht haben. Beendet man die Behandlung, erlangen die neu nachwachsenden Wimpern wieder ihre natürliche Form und Länge.
Geplant war dies eigentlich nicht: Das Medikament Lumigan, sozusagen der Vorgänger von Latisse, wurde entwickelt, um grünen Star (Glaukom) bzw. einen zu hohen Augeninnendruck zu behandeln. Allergan machte sich die zufällige Entdeckung einer Nebenwirkung zunutze, die bei der Therapie mit Lumigan auftrat. Dabei wuchsen vielen Patienten längere, dunklere und vollere Wimpern. Mit Latisse wurde diese Folgeerscheinung aufgegriffen. Latisse wurde aus dem Wirkstoff erstellt, der den Wimpernwuchs begünstigte. Innerhalb weniger Wochen soll Latisse die Wimpern länger und voluminöser machen. In den USA wurde Latisse im Dezember 2008 zugelassen. Die Markteinführung soll im Januar 2009 erfolgen.
Namhaft gemacht hat sich die Firma Allergan bislang in erster Linie für das Fabrikat Botox, das 2002 auf den Markt gebracht wurde. Basierend auf dem starken Nervengift Botulinumtoxin, das gegen Gesichtsfalten eingesetzt wird, wurde Botox ursprünglich entwickelt, um Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) zu behandeln. Deutlich später hat man herausgefunden, dass Botox auch Falten reduziert. Heutzutage ist Botox aus der kosmetischen Medizin nicht mehr wegzudenken.
Latisse ohne Rezept zu bestellen ist kinderleicht und dauert nur wenige Minuten.