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Langfristige Weiterbildung blockiert?

Autor: angat | Erstellt am: 20.01.2010 | Gelesen: 615
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Wie Möglichkeiten des Berufsabschlusses verhindert werden.

Jobrotation
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Gedacht, beschlossen und umgesetzt. Die Politik weiß, was sie will z.B. die Weiterbildung fördern. Schließlich gibt es nicht erst seit letztem Jahr verschiedene Verbände und Organisationen aus allen Branchen, die auf den Fachkräftemangel hinweisen.

Dementsprechend wurde mit viel PR das so genannte WeGebAU-Programm auf den Weg gebracht und mehr und mehr ist es auch bei den Unternehmen angekommen und diese wollen es nutzen. Schließlich bietet sich hier u.a. die Möglichkeit, bereits beschäftigten und bewährten MitarbeiterInnen eine komplette Ausbildung bis zu einem Berufsabschluss zu ermöglichen. Gerade im Pflegebereich, wo es viele Quereinsteiger gibt und der Bedarf an examinierten AltenpflegerInnen durch die Demographieentwicklung ständig wächst, ist das eine Möglichkeit, hier Defizite zu kompensieren.

In den letzten Jahren seit Einführung des Programms im Jahr 2006 verbesserte sich die Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit und es konnten viele kurze und lange Weiterbildungen mit entsprechender Förderung stattfinden. Erklärtes Ziel des Programms ist es auch, Menschen mit Tätigkeiten auf Helferebene zu einem Berufsabschluss zu verhelfen, damit sie nicht so stark von Arbeitslosigkeit bedroht sind.

Das scheint sich seit Ende 2009 zumindest im Berliner Raum geändert zu haben. Langfristige Weiterbildungen wie z.B. die Ausbildung zum/r examinierten Krankenpfleger/in (3 Jahre) sollen nicht mehr bezuschusst werden. Die Aussagen der Mitarbeiter sind in fast allen zuständigen Ämtern ähnlich: „Es werden nur noch Weiterbildungen bis maximal 4 Monate gefördert."

Sollten in den letzten drei Jahren wirklich so viele Mitarbeiter die Möglichkeit für einen Berufsabschluss genutzt haben, dass es nicht mehr nötig ist, hier weiter zu fördern und der Misere des Mangels an FacharbeiterInnen entgegen zu wirken?

Oder wird hier mal wieder aus Kostengründen an einer Sparschraube gedreht, die in den kommenden Jahren dann mehr Arbeitslosigkeit und weiterhin nur geringqualifiziertes Personal beschert?
 
 
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