Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und künftig den Landwirten in dieser komplexen Thematik beratend zur Seite stehen zu können, wurde vor Kurzem das Projekt „
Leitfaden Schalltechnik in der Landwirtschaft" am Institut für Artgemäße Tierhaltung und Tiergesundheit des LFZ Raumberg-Gumpenstein gestartet. In diesem Zusammenhang trafen sich Mitte November dieses Jahres die Mitglieder des Forum Schall erstmals im Schloss Gumpenstein zu einer ihrer regelmäßig stattfindenden Arbeitssitzungen. Das Forum Schall ist eine vom Umweltbundesamt unterstütze ExpertInnengruppe von schalltechnischen Sachverständigen der Ämter der Landesregierungen und der Magistrate Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und St. Pölten. Es behandelt aktuelle Themen der Schalltechnik und des Lärmschutzes im Verwaltungsbereich mit dem Ziel, einheitliche und effiziente Lösungswege aufzuzeigen.
Das Institut für Artgemäße Tierhaltung und Tiergesundheit führt das Projekt „
Leitfaden Schalltechnik in der Landwirtschaft" in Kooperation mit dem Forum Schall und der Abteilung V/5 des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft durch.
Der „Leitfaden Schalltechnik in der Landwirtschaft" wird eine umfassende Anleitung für die schalltechnische Praxis darstellen. Er soll zukünftig Genehmigungsbehörden, Sachverständigen, Planern und landwirtschaftlichen Betriebsführern gleichermaßen zur Verfügung stehen und einen wesentlichen Beitrag zur vereinheitlichten Bearbeitung von Lärmproblemen in der Landwirtschaft – sowohl im Bereich routinemäßiger Lärmmessungen als auch bei (raum)planerischen Fragestellungen – liefern. Somit werden erstmals ein Regelwerk für den Umgang mit Schallimmissionen aus der Landwirtschaft und abgesicherte Berechnungsgrundlagen für Emissionsmodelle zur Verfügung stehen. Vergleichbare Grundlagen sind weder national noch international verfügbar.
Der Abschluss des Projektes ist für Oktober 2012 geplant.
HuKi