Kreis Karlsruhe. Als „konstruktiv und zielorientiert" bewerteten die Teilnehmer den diesjährigen LÄMMkom-Arbeitskreis Baden-Württemberg im Landratsamt Karlsruhe. Vorbereitet von Peter Weingärtner, Verfahrensbetreuer beim Landkreis Karlsruhe für die Software der Firma Lämmerzahl, fanden Projekt-Verantwortliche, Abteilungs- und Sachgebietsleiter, Systembetreuer und Sachbearbeiter schnell zu den zentralen Themen. Die nahezu abgeschlossene GPA-Zertifizierung gemäß Gemeindeprüfungsordnung, der anstehende Umstieg auf die Doppik, die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes in LÄMMkom und die neue Anbieterdatenbank sowie die Umsetzung der Pflegeberatung stießen auf lebhaftes Interesse.
Sozialämter, Optionskommunen und Kommunen in getrennter Trägerschaft zeigten sich besonders interessiert an der neuen Software-Funktion zur Bearbeitung von Sammelabrechnungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Zukünftig wird dazu die Abrechnung des Leistungsanbieters automatisch in die Software importiert, um die Zahlung direkt zu veranlassen. Schon vor dem 1. April 2011 konnten Lämmerzahl-Kunden alle Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket mit der Software bearbeiten und sich auf die Anforderungen der Anspruchsberechtigten einstellen.
Auch die in LÄMMkom integrierten Bearbeitungsmöglichkeiten in der Pflegeberatung, die bereits in sechs Kommunen Baden-Württembergs erfolgreich genutzt und im weiteren Bundesgebiet bei zahlreichen Kunden eingesetzt werden, fanden große Resonanz. Die Funktionalität hierfür wurde in enger Absprache mit den Kommunen erarbeitet, vom Lämmerzahl-Entwicklungsteam realisiert und Anfang des Jahres allen Anwendern zur Verfügung gestellt. „Der Arbeitskreis bietet eine sehr gute Plattform für die Kommunen, die bisherigen Erfahrungen mit der Funktion auszutauschen und Anregungen oder Verbesserungsvorschläge an Lämmerzahl zu übermitteln", so Rolf Löhmann, Zweigstellen-Leiter in Baden-Württemberg. „So ist gewährleistet, dass sich unser Produkt stetig in die richtige Richtung weiterentwickelt und dem Anwender der größtmögliche Nutzen geboten wird."
Daneben war der geplante Umstieg auf die Doppik eines der zentralen Anliegen der Kommunen. Rolf Löhmann griff dieses Thema gerne auf und sagte: „Wir wollen hier den nötigen Informationsaustausch untereinander weiter fördern." Während der Zeitpunkt für die Abschaltung der derzeit genutzten Schnittstelle WAUS zum Finanzwesen FIWES Classic bereits festgelegt wurde, ist noch offen, wann das zuständige Rechenzentrum Baden-Franken KIVBF die erforderliche neue Schnittstelle SoJuHKR zum Finanzwesen von SAP umsetzen und den angeschlossenen Kommunen zur Verfügung stellen kann. Die kommunalen Verfahrensbetreuer wünschen sich vom Rechenzentrum konkrete Zeitpläne zum Projektablauf für die Doppik-Einführung.
„Als unabhängiger Softwareanbieter möchten wir die Kommunen bei der Einführung der Doppik unterstützen, wo wir nur können", weiß Thomas Düren, Leiter der Anwenderbetreuung und Vortragender der Tagung. „Wir haben bereits mehr als 30 Ämter vom kameralen auf das doppische System umgestellt und dazu Schnittstellen zu diversen Anbietern realisiert. Die dabei gewonnene Erfahrung aus diesen Projekten möchten und werden wir auch hier in Baden-Württemberg in die anstehenden Umstellungs-Projekte einbringen.
„Wir begleiten unsere Kunden in die Doppik mittels Projekttagen, Workshops und Abstimmungsgesprächen", berichtet Rolf Löhmann weiter, „und führen sie sicher durch den Umstiegsprozess. In jedem Fall werden sie gut präpariert sein mit dem notwendigen Know-how.
Der nächste Arbeitskreis wird voraussichtlich am 27. September 2012 im Landratsamt Karlsruhe stattfinden.
LÄMMERZAHL GmbH, Maike Czieschowitz