(Online-Artikel.de) - Die Aero L 39 Albatros fliegt wieder ab Peenemünde - rund 20 Jahre nach der Auflösung des Jagdfliegergeschwader 9
L 39 fliegen in Peenemünde, Deutschland
Die Aero L 39 Albatros fliegen – das hat man in Peenemünde seit längerem nicht mehr sehen. Heute sind sogar Mitflüge in diesem Jet möglich. Und das vom geschichtsträchtigen Peenemünde aus, auf der Ostseeinsel Usedom.
Peenemünde erlangte Berühmtheit im zweiten Weltkrieg. Hitler liess in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde die Vergeltungswaffe V1 sowie die V2 entwickeln. Noch heute ist das riesige Kraftwerk zu besichtigen. Es ist ein riesiges Museum, die verschiedenen Entwicklungen der Nazis sind hier zu besichtigen. Peenemünde gilt als die Wiege der Raumfahrt, der Ingenieur Wernher von Braun war hier tätig bevor er später die Seite wechselte und für die NASA bahnbrechende Forschung betrieb.
Die Testabschussrampe (Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West") für die V1 stand übrigens auf dem heutigen Flugplatz Peenemünde. Noch heute sind die Krater durch die Bombardierungen durch die Alliierten deutlich sichtbar. Nachdem die Nazis besiegt wurden übernahm die UdSSR als Besatzungsmacht. Peenemünde wurde zu einem sowjetischen Marine- und Luftwaffenstützpunkt.
Ab 1952 übernahmen die NVA-Luftstreitkräfte. Bis nach Karlshagen erstreckte sich das Sperrgebiet der Nationalen Volksarmee. Ab 1961 war hier das Jagdfliegergeschwader 9 stationiert. Dieses setzte folgende Flugzeugmuster ein: Jakolew Jak-18 (Schulflugzeug) und Jak-11 (Schuljagdflugzeug), Mikojan-Gurewitsch MiG-15 Fagot (Leichtes Jagdflugzeug), MiG-17 Fresco (Leichtes Jagdflugzeug), MiG-21 Fishbed (Überschall-Abfangjäger) sowie die MiG-23 Flogger, ein Mach II Überschall-Abfangjäger. Des Weiteren flogen ab Peenemünde L 39 Albatros als Zielschleppflugzeuge. Die L 39 Albatros ist eigentlich ein Trainingsjet und leichtes Erdkampfflugzeug.
Mit der Wiedervereinigung wurde das JG-9 in die Bundeswehr eingegliedert und aufgelöst. Der Truppenstandort Peenemünde wurde 1993 aufgelöst. Heute ist der für historisch und wehrtechnisch sehr spannende Ort in Privatbesitz und eine L 39 für Mitflüge vorhanden – in original NVA-Lackierung und nagelneu restauriert. So schliesst sich also der Kreis.
L 39 fliegen bereits ausprobiert haben Harro Füllgrabe von Galileo auf Pro 7, sowie ein glücklicher Gewinner bei der Sendung „Mach dich ran" im Mitteldeutschen Rundfunk MDR. Die G-Kräfte sind gewaltig wenn man sich das harte Flugprogramm wünscht. Harro Füllgrabe hatte schwer zu kämpfen und war nach seinem MiGFlug L 39 Flug sehr beeindruckt von der Arbeit der Kampfpiloten.
Biografie und-/oder Firmenprofil MiGFlug ist spezialisiert auf Kampfjet-Flüge und Space-Tourismus. Hinter MiGFlug.com steht die Firma MiGFlug & Adventure GmbH mit Sitz in Greppen / Lu...