Ein neues Forschungsergebnis, gefördert von NSE, zu internen Ursachen des Alterns, hat eine zuvor unbekannte Quelle der Superoxid-Freien-Radikale identifiziert. Freie Radikale von externen Auslösern, wie dem Aussetzen der Sonnenstrahlung, Zigarettenrauch, sind schon lange dafür bekannt, die Hautzellen und Komponenten der extrazellulären (außerhalb der Zelle liegend)Matrix, einschließlich Kollagen und Elastin, zu schädigen.
Die Wissenschaftler von NSE und Purdue University berichten über ihre neuen Forschungsergebnisse bezüglich altersbezogener NADH Oxidase (arNOX) diese Woche in Kyoto, Japan, auf der International Investigative Dermatology 2008, einer bedeutenden Veranstaltung für neueste Informationen zur Hautbiologie. Die Wissenschaftler legen den schlüssigen Beweis dar, dass arNOX, ein Enzym, welches in Beziehung zu Zellmembranen steht, auf Hautzellen vorkommt und aktiv ist. Beträchtlich steigert sich die arNOX-Aktivität während der „fortgeschrittenen" Jahre von etwa 45 bis 70 Jahre.
„Das Identifizierung von arNOX als zur Haut gehörig und seine wachsende Aktivität mit dem Alter ist eine bahnbrechende Entdeckung beim Verstehen der Hautalterung", erklärt Dr. med. Zoe Diana Draelos, Forschungsvorsitzende bei Dermatology Consulting Services, Mitglied der NSE Scientific Advisory Board (NSE wissenschaftliches Beratungsgremium) und eine der Autoren der Studie.
„Gegenwärtig konzentriert sich die dermatologische Forschung auf die Korrektur von Hautschäden, nachdem sie entstanden sind. Indem man die interne Quelle von Freien Radikalen in der Haut erkennt und wenn man dem Verständnis näher kommt, wie und warum sie produziert werden, dann trägt das zu unserer Fähigkeit bei, die grundlegenden Mechanismen anzusprechen, die möglicherweise im Zusammenspiel mit externen Quellen stehen, um zur beschleunigten Hautalterung führen." „Der Nachweis von arNOX in der Haut ermöglicht weitere Einblicke in die möglichen revolutionären Therapien für die Hautpflege. Ins Besondere, weil seine Aktivität im Zusammenhang mit den Jahre steht, wenn die Menschen beginnen zu sehen, wie ihre Haut die Elastizität und Festigkeit verliert, und sie das Verblassen ihres Teints und die Falten bemerken," merkt Dr. phil. Helen Knaggs an, Vizepräsidentin von NSE Global Research and Development (NSE weltweite Forschung und Entwicklung).
„Falls wir innovative Wege beschreiten können, um die Aktivität von arNOX zu bremsen und vor allem um die Produktion von Freien Radikalen zu unterbinden, dann können wir beide Seiten der Gleichung ansprechen: den Schaden durch Freie Radikale externer Quellen berichtigen, während gleichzeitig der Produktion Freier Radikaler von internen Quellen vorgebeugt wird." Autoren der Studie sind Dale Kern, Chefwissenschaftler bei NSE, Dr. phil. Dorothy Morre, Professorin für Lebensmittel und Ernährung an der Purdue University, und Dr. phil. D. James Morre, Dow Ehrenprofessor pharmazeutische Chemie der Purdue University. Seit 1999 haben die NSE sowie die Morres die ENOX-Forschung unterstützt und gefördert.
Über arNOX: Das arNOX-Enzym gehört zu einer Klasse von neu erkannten und bestimmten ECTO-NOX (externen NADH Oxidase oder ENOX)-Proteinen, die auf externen (äußeren) Zellmembranen angelagert sind. ECTO-NOX-Proteine werden zunehmend aktiv, um zusätzliche Stoffwechselenergie zu erzeugen, wie das Alter von Mitochondrien, und erzeugen weniger Energie.
arNOX ist in allen getesteten Zellen nachgewiesen worden, einschließlich Serum, Speichel und dann Dermis (Lederhaut) und die Oberhaut (Epidermis). Seine einzigartige Eigenschaft ist, dass es Superoxid auf der Zelloberfläche erzeugt, welches in der Lage ist, angrenzende Zellen, Lipoproteine und andere strukturellen Komponenten der extrazellulären Matrix von der Haut zu schädigen, wie Kollagen und Elastin.
Weitere NOX-Kategorien schließen den Tumor-NOX, viralen NOX und das grundlegende oder normale NOX ein. Über die International Investigative Dermatology 2008 ist das fünfte gemeinsame Treffen der Society of Investigative Dermatology (SID), die European Society for Dermatology Research (ESDR) und die Japanische Society for Investigative Dermatology (JSID).