Lucid Designerlampe
Vom Lagerfeuer zur Designerlampe: Der Mensch entdeckte das Feuer. Dadurch wurden drei wesentliche Kulturleistungen möglich. Mit Feuer ist es möglich zu kochen, zu heizen und zu beleuchten. Die beiden letzteren punkte boten den Menschen der Frühzeit Schutz vor Dunkelheit und wilden Tieren. Ehe das Licht vom Feuer zur Design-Beleuchtung wurde, gab es noch einige zwischenschritte auf der Evolution. Das lokale Feuer im Herd oder der Feuerstelle musste transportabel gemacht werden. Die Lösung dieses Problems stellten Fackeln dar.
Den nächsten großen Schritt in der Evolution der Beleuchtung steuerte eine kleine und leicht übersehbare Erfindung bei: Der Docht. Erst mit dem kurzen stück Schnur werden Dinge wie Öllampen und Kerzen möglich. Die Produktion dieser beiden Gegenstände artete im Mittelalter in eine eigene Industrie aus. Besonders da in der Kirche viele Kerzen gebraucht wurden, wurde Bienenwachs zu einem sehr gefragten Handelsgut. Lichtzieher und Kerzengießer waren zu jener Zeit eigene Berufsbezeichnungen.
Über verschiedene Formen der Gaslicht-Methoden, wie Karbidlampen für den Grubenbau und das Bergwerkswesen, wurde schließlich das Licht in elektrischer Form entwickelt. Ein wesentlicher Grund dabei spielte die Sicherheit. Für eine öffentliche Beleuchtung, wie zum Beispiel Straßenlaternen, mussten massenhaft Gasleitungen verlegt werden. Diese wiederum wurden zumeist unter der Straße verlegt. Durch einen einfachen Verkehrsunfall konnten diese Gasleitungen beschädigt werden und waren so potenzielle Quellen für einen Großbrand.
Der Erfinder Thomas Edison sollte schließlich die Nacht zum Tag machen. Er erfand die Glühbirne. Der Siegeszug der elektrischen Glühbirne war gesichert. Oder eigentlich noch nicht ganz, denn um die Energieversorgung zu gewährleisten mussten erst riesige Stromnetze hergestellt werden. Es dauerte in Deutschland beispielsweise bis Mitte der 1940er Jahre, bis die gesamte Bevölkerung mit allen Haushalten an das Stromnetz angeschlossen werden konnte.
Im Laufe der Zeit wandelte sich die Beleuchtung vom Nutzgegenstand, zum
Einrichtungs-Accesoire. Die Lampe sollte nicht nur leuchten, sondern auch gut aussehen. Die grün beschirmten Bankerleuchten, die man in vielen Filmen der 1950er Jahre findet sind dafür ebenso ein Beispiel, wie die Tiffany leuchten aus den 1920ern. Heutzutage hat jedes größere Möbelgeschäft eine eigene, zumeist recht umfangreiche, Beleuchtungsabteilung.