Kunststoff-Fenster
Gerade während der Wintermonate ist es am stärksten zu spüren: Fenster und Türen bilden in einem Haus deutlich fühlbar die Schwachpunkte in Sachen Wärmedämmung. Die Schuld daran tragen häufig alte oder beschädigte Rahmen sowie fehlende Isolierungen. Diesem Umstand kann letztlich nur durch eine komplette Sanierung dieser Elemente beigekommen werden. Während bei Türen schon bessere Dichtungen und eine optimalere Einpassung in den jeweiligen Türrahmen eine Menge ausmachen kommt es bei den Fenstern eines Hauses in erster Linie auf ihren so genannten Wärmedurchlasskoeffizienten an. Dabei handelt es sich um einen Messwert aus der Bauphysik, mit dem der Wärmestromdurchgang durch eine ein- oder mehrlagige Materialschicht angezeigt wird, auf deren beiden Außenseiten unterschiedliche Temperaturen herrschen. Das ist bei Fenstern ganz besonders im Winter der Fall. Es gilt die Faustregel: Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient eines Fensters ist, desto schlechter sind seine Wärmedämm-Eigenschaften.
In der Praxis schneiden seit ein paar Jahren bei dem besagten Messwert mehrfach verglaste Kunststoff-Fenster am besten ab. Während der Wert bei Fenstern mit einfacher oder doppelter Verglasung bei 3 bis 3,5 liegt ist er bei den meisten Vertretern der Gattung Kunststoff-Fenster im Bereich 0,8 bis 1,5 angesiedelt. Die Rahmen der Kunststoff-Fenster punkten dabei nicht nur mit ihren drei bis acht Luftkammern, sondern mit weiteren dämmenden Bestandteilen. In die Luftkammern ist an den Außenbereichen häufig eine zusätzliche Schicht Dämm-Granulat eingearbeitet. Überdies sorgen reflektierenden Folien zwischen den einzelnen Scheiben ebenfalls für eine weitere Dämmschicht, die im Sommer außerdem für eine Reflexion der Sonnenstrahlen nach außen und damit für Kühle im Inneren des Wohnraumes sorgt. Die Kunststoff-Profile der Fenster sind faserverstärkt und somit in sich stabil. Auf die Wärme nach außen leitende Metallaminierungen kann somit verzichtet werden.
Manche Kunststoff-Fenster haben zudem eine in die Scheiben eingebaute Lüftungsanlage. Die von der Sonne erwärmte Luft zwischen den einzelnen Scheiben der Fenster kann so ins Innere des Hauses geleitet werden und als zusätzliche indirekte Wärmequelle dienen. Zu all diesen positiven Dämmeigenschaften gesellen sich als weitere Pluspunkte für Kunststoff-Fenster ihre Witterungsbeständigkeit und die einfache Pflege hinzu.
Kunststoff-Fenster gibt es außerdem in nahezu allen Farbschattierungen und in den unterschiedlichsten Ausführungen. Ob man eher Wert auf Kipp- und Schiebefenster legt oder aber schicke Rundbogenfenster bevorzugt – es sind alle Möglichkeiten vorhanden. Für den ganz besonderen Pfiff bei einem grad sanierten Altbau sorgen Kunststoff-Fenster mit eingearbeiteten Sprossen, deren Scheiben sich problemlos reinigen lassen. Es spricht also vieles dafür, sich bei der
Wahl neuer Fenster für die Kunststoff-Variante zu entscheiden. Nicht zuletzt verheißen die vergleichsweise günstigen Preise einen hoch anzusetzenden Kosten/ Nutzen Faktor.
Ida Drill