Kunstauktionen - Quelle: piqs.de
Kunstauktionen und
Versteigerungen haben in der Vergangenheit einen wahren Boom erlebt. Allerdings konzentriert sich ein überwiegender Teil der Betriebsamkeit im Internet. 24 Stunden und rund um die Uhr mitbieten – besser könnte es für den Bieter gar nicht laufen. Zumal bequem aus den eigenen vier Wänden mitgeboten werden kann. Allerdings ist die Online-Auktion nicht mit einer echten Kunstauktion vergleichbar.
Das Gefühl, inmitten anderer Bieter zu sitzen und den Nachbarn dabei zu verfolgen, wie er sich mit anderen einen Wettstreit liefert – besser kann sich eine Gänsehaut nicht anfühlen. Letztendlich wird man selbst um das eine oder andere Objekt mitbieten. Und lässt der neuen Leidenschaft ihren Lauf. Bevor es allerdings soweit ist, empfehlen sich Ruhe und Sachlichkeit. Zuerst sollten Einsteiger immer Profis bei ihrem Treiben auf
Kunstauktionen beobachten. Und sich ein paar Tipps merken.
Fünf Tipps für eine gelungene Kunstauktion
Auktionstipp Nummer 1: Immer den Katalog im Auge behalten! Ohne ihn ist jeder Bieter überfordert. Der Katalog informiert über die einzelnen Objekte der Auktion sowie deren Schätzpreis und unter Umständen auch dem Zustand. Clevere Bieter informieren sich bereits zu Hause über den Inhalt des Katalogs. Einige Galerien veröffentlichen ihre Kataloge im Internet, was Auswahl und Suche deutlich vereinfacht.
Auktionstipp Nummer 2: Die Schätzpreise sind das Salz in der Suppe jeder Kunstauktion. Dabei handelt es sich in der Regel um einen oberen und unteren Wert. Beide dienen dem Bieter als Anhaltspunkt bezüglich des Werts eines Objekts und geben die Meinung der Experten zu den einzelnen Gegenständen der Kunstauktion wieder. Schätzpreise verbergen aber noch einen weiteren Hinweis. Als Faustregel gilt: Die Versteigerung beginnt ungefähr bei fünfzig Prozent des unteren Schätzpreises.
Auktionstipp Nummer 3: Kunstauktions-Profis lassen sich den Termin zur Vorbesichtigung nicht entgehen. Und das sollten auch Sie als Einsteiger nicht. Denn ob ein Objekt in Lebensgröße immer noch so einladend wirkt, wie im Katalog – spätestens hier sehen Sie es.
Auktionstipp Nummer 4: Setzen Sie sich Grenzen! Im Eifer des Gefechts wird schnell zuviel geboten. Daher gilt – eine klare Grenze muss her. Und diese sollte auch eingehalten werden. Treiben sich Liebhaber mit größerem Portemonnaie nach oben, ist Zurückhaltung gefragt. Ansonsten sind Ärger und Frust nach der Kunstauktion vorprogrammiert. Daher die Tafel mit der Bieternummer bei hohen Preisen lieber herunternehmen. Sammeln Sie zuerst Erfahrung mit den Gepflogenheiten einer Kunstauktion.
Auktionstipp Nummer 5: Ein kleiner Tipp zum Schluss. Die aufgerufenen Preise einer Kunstauktion verstehen sich in der Regel als Nettopreis. Sprich: Zum gebotenen Preis kommen zusätzliche Kosten, wie Umsatzsteuer oder Provisionen, hinzu. Daher den finanziellen Rahmen etwas weiter stecken.