Kulturaustausch mit Strasssteinen von Swarovski und Unique
Südafrika ist im Moment im Focus der Weltöffentlichkeit. Und der Grund ist ein Erfreulicher. Das Land ist Gastgeber und Ausrichter der 19. Fußball Weltmeisterschaft und beherbergt 31 Nationen aus 6 Kontinenten. Wer das Land nicht kennt wird speziell zu dieser Zeit mit einer Menge Vorurteilen konfrontiert, die bei vielen Europäern negative Ressentiments gegenüber Land und Leuten hervorrufen. Man sagt, das Land zu besuchen sei gefährlich und die Menschen seien Fremden gegenüber ablehnend und nicht gastfreundlich.
Wer noch nie das Glück hatte, nach Südafrika reisen zu können, wird vieles davon glauben. Und eins entspricht tatsächlich den Fakten. Südafrika hat ein Problem mit Kriminalität und in der Mordstatistik liegen auch dementsprechend einige Städte Südafrikas sehr weit vorne. Aber die meisten dieser Straftaten finden in den Town-Ships statt, in denen der sehr arme Teil der schwarzen Bevölkerung in bemitleidenswerten Verhältnissen lebt.
Als Tourist muss man verschiedene Verhaltensregeln beachten, um nicht Opfer einer Straftat zu werden. Wenn man diese befolgt, dann kann Südafrika einem den vielleicht schönsten Urlaub des Lebens bescheren.
Ich selber hatte das Glück, Land und Leute im Rahmen meines Studiums für 3 Monate kennen zu lernen und kann die Vorurteile einer fehlenden Gastfreundschaft nicht bestätigen. Im Gegenteil. Selten wirkten Menschen auf mich offener und liebenswerter als in Südafrika.
Ich habe mir die Mühe gemacht, Menschen außerhalb der großen Metropolen zu treffen. Auf dem Land leben die Menschen häufig als einfache Bauern, die Vieh besitzen und sich selber versorgen. Die materiellen Besitzstände sind überschaubar, aber das bedeutet nicht, dass die Menschen dort unzufrieden sind. Sie sind ihrer Tradition sehr verbunden, was zum Beispiel durch das Tragen bestimmter Kleidung und durch bestimmten Körperschmuck zum Ausdruck kommt.
Während meines Studienaufenthalts hatte ich das Glück die Tochter eines Stammesoberhaupts kennen zu lernen, die selber in Johannesburg studiert. Sie lud mich ein, zusammen mit ihr in ihrem Dorf einer Hochzeitsfeier beizuwohnen. Es war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Das ganze Dorf war auf den Beinen. Als Außenstehende befand ich mich mehr in der Rolle einer Zuschauerin, da viele Bereiche so einer Feier zeremoniell ablaufen. Viele Tänze zum Beispiel haben eine besondere Aussagekraft, und symbolisieren unterschiedliche Bereiche des Lebens.
Der Braut wurde ich im Laufe des Abends vorgestellt. Was mir an ihr besonders aufgefallen ist, war ihr aufwändig geschmücktes Haar. Der Schmuck bestand aus unterschiedlich gefärbten Holzkugeln, die lange Ketten bildeten und sich in vielen Reihen um ihr Haar legten. Sie selber war anscheinend von meinem Haarschmuck ebenso fasziniert, denn ich trug, in Anlehnung an ihren traditionellen Schmuck ähnlichen Haarschmuck. Doch bei mir bestanden die Ketten nicht aus Holzkugeln, sondern aus Strasssteinen. In diesem Fall von Swarovski, die man in diversen Internetshops, wie
www.gogoritas.com und
www.strass.com kaufen kann. Natürlich war ich nicht sehr üppig geschmückt, denn das hätte sich als Fremde nicht geziemt. Die Braut war aber so angetan von den glitzernden Strasssteinen, dass ich versprochen habe, ihr nach meiner Rückkehr nach Deutschland, welche zu schicken. Dieses Versprechen habe ich eingelöst und bekam nach einiger Zeit ein Foto, das die Braut mit den Swarovski Strasssteinen im Haar zeigte.
Ich hoffe, das ich mit dieser Geste dem traditionellen Schmuck nicht das Aus bei den Hochzeitsfeiern beschert habe. Aber wenn, dann kann ich mich rühmen, einer neuen Kultur den Anfang bereitet zu haben.