Hoher Leerstand, veraltete Gebäudetechnik, Randlage, abwinkende Makler – fast jeder Asset Manager hat in seinem Immobilien-Portfolio echte Nieten. Dabei sind manche der vermeintlich schlechten Gebäude erst 10 oder 15 Jahre alt. Aber neue Häuser in direkter Umgebung haben die früheren Mieter zum Auszug bewogen oder wurden speziell für sie gebaut.
„Was tun?" fragt sich der Asset Manager. Es gibt nur geringe oder keine Mieteinnahmen, kein Budget für eine umfassende Revitalisierung. Und die Situation wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Denn Leerstand ist teuer. Auch leere Häuser müssen einigermaßen gepflegt werden, die Heizungsanlage muss in Betrieb bleiben et cetera. Neben den laufenden Kosten wird die Bausubstanz zunehmend schlechter.
Auf einen drehenden Markt sollte man nicht warten. Aktives Handeln ist gefragt. Jetzt muss das Gebäude aus dem Dämmerschlaf geholt, müssen unzeitgemäße Mietpreisvorstellungen und Nutzungsbeschränkungen ad acta gelegt werden. Ein neues Nutzungskonzept, eine klare Positionierung und eine funktionierende Vertriebsidee müssen her. Gepaart mit intelligenten Kommunikationsmaßnahmen und in der Hand eines echten Kümmerers bekommt die Immobilie so eine zweite Chance. Und im Meer der Nichtstuer wird der aktive Manager durch Erfolg belohnt. Es gibt einige positive Beispiele aus der Praxis. Sie alle basieren allerdings auf einem entscheidenden Punkt: auf dem Entschluss, endlich die Ärmel hochzukrempeln und zu handeln.
Autor: Thomas Moeller