Kuchenrezepte
Die ältere Generation hat da schon eine große Erfahrung; wenn die Jüngeren beim Backen mithelfen, so lernen sie auch diese Kunst. Es wird, sozusagen, das Können weiter gegeben.Die Kinder backen Kuchen oder Plätzchen gerne; sie können den Teig rühren, die Plätzchen ausstechen und natürlich auch den Teig probieren. Es gibt viele Rezepte, die man gemeinsam mit den Kindern gut backen kann. Man muss einfach sich mal was vornehmen und schon läuft alles wie geschmiert. Das Rezept „
Die Amerikaner" ist sehr zu empfehlen, gerade für die Kinder und die älteren Leute ist es sehr gut, denn da kommt wenig Zucker rein, sie sind auch aus Vollkornmehl zu backen. Oben verziert dieses Gebäck eine weiße Zuckerglasur, was man dann noch da drauf legt, ist für jeden selbst zu entscheiden, der Phantasie sind eben keine Grenzen gesetzt.
Schon ganz kleine Kinder können am Backen teilnehmen. Die Kinder helfen so gut sie können. Die Aufgabe des Erwachsenen ist es, alles gut vorzubereiten, dann hat man das meiste auch besser im Griff. Den kleinen Kindern bereitet eine große Freude schon die Tatsache vor, dass sie dem Erwachsenen die Zutaten reichen dürfen, die älteren leisten deutlich mehr, sie können die Waage benutzen, viele trauen sich auch, ein Ei auszuschlagen. Die „Amerikaner" können die Kinder gut selber dekorieren. Sie haben viel Phantasie und werden ihr Bestes geben. Man muss nur die Schokoladenglasur und einen einfachen Zuckerguss vorbereiten. In vielen Geschäften kann folgendes eingekauft werden: Sternchen, Schokoladenfiguren, Krokant, Zuckerperlen, Streusel, Schokostreusel, Hagelzucker. Sehr schön wirken auf dem Gebäck die Gummibärchen oder bunten Schokolinsen.
Man muss vor dem Backen mit Kindern einiges beachten. Der Backofen ist heiß, die Kinder müssen nicht nur gewarnt werden, sondern auch mit sicherem Abstand Platz nehmen. Und auch in dem Fall werden sie ständig am besten im Blick behalten, weil ihre Neugierde groß ist, und sie können viel zu schnell alle Warnungen vergessen haben. Besonders gefährlich sind das heiße Blech und die Backofentür.
Wenn Kinder den Teig probieren möchten, so ist das auch erlaubt, aber nur ein bisschen, zu viel rohen Teig essen ist nicht gut, alleine schon wegen Salmonellengefahr. Es sind ja rohe Eier drin. Um sich davor einigermaßen schützen zu können, müssten nur Bio Eier gebraucht werden, und die sollen ganz frisch sein.
Und hier ist das Rezept für ein gesundes Gebäck „Vollkorn Amerikaner"
Diese Zutaten reichen für 15 „Amerikaner": Gummibärchen, 150 g Puderzucker, Zuckerperlen, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Backpulver, 2 ganze Eier, 100 g Butter, 2 Esslöffel Zitronensaft, Schokoladenglasur, 150 ml Milch, 350 g Weizenvollkornmehl, 80 g Zucker.
Butter in einen Topf geben, schaumig rühren, dann Zucker, Salz, Eier hinzufügen. Das Mehl mit Backpulver vermischen, danach kommen diese Zutaten auch in den Topf hinein. Jetzt fehlt noch Milch. Die muss ganz vorsichtig dazu gegeben werden, es wird langsam gerührt. Der Teig muss zäh werden, das kann man durch die Milchzugabe ein bisschen regulieren: die Milchmenge kann erhöht oder reduziert werden.
Nun legt man das Backblech mit Papier aus. Darauf setzt man mit einem Esslöffel Teigtupfer auf. Also man sollte genug Abstand dazwischen lassen, weil die „Amerikaner" werden im Backofen sehr groß, sie gehen gut auf. Wenn es im Raum schön duftet und das Gebäck eine hellbraune Farbe bekommt, so sind die „Amerikaner" fertig. Bei der Temperatur des Backofens von 180 Grad dauert es etwa 20 Minuten.
Die gebackenen Teile werden aus dem Backofen geholt und zum Abkühlen auf den Teller gelegt. Dann bereitet man den Zuckerguss vor. Dazu braucht man 2 Esslöffel Zitronensaft und 150 g Puderzucker. Diese Zutaten verrühren. Möchte man eine dickere Zuckerschicht haben, so macht man den Guss dickflüssiger, er wird dann auch weißer aussehen. Kinder lieben auch sehr die Schokoladenglasur, sie können diese nach Belieben benutzen. Das Verzieren lassen sich die Kleinen ungern entgehen, sie müssen einfach dabei sein und fleißig mitmachen. Und ob! So schöne Gummibärchen, Zuckerperlen, Schokolinsen lächeln die Kinder an. Jetzt können sie diese Leckereien nach Lust und Laune verwenden.
Mit den Kindern dauert das Backen etwas länger, aber sie werden es schon bald merken, es hat sich wirklich gelohnt, das gemeinsame Backen. Die Kinder sind so begeistert von dieser Maßnahme!
Der Enkel Michael feiert in seinem neuen Kindergarten den ersten Geburtstag, er wird fünf und ist in einer fröhlichen Aufregung. Es ist sein Tag, und er freut sich. Die Oma versprach ihm seinen Lieblingskuchen zu backen. Eigentlich sind es zwei Kuchen, die der Enkel sehr gerne isst, aber gebacken wird nur einer, den anderen baut man einfach aus Keksen zusammen. Die Kinder können da ganz viel mithelfen und das machen sie auch ganz gerne.
Der Kuchen, was nicht gebacken wird, heißt „
Kalter Hund", er kann eine unterschiedliche Form annehmen, er braucht nicht unbedingt ein Hund zu sein.
Alle fünf Eier schnell verrühren, dann streut man den Vanille-Zucker rein, Kakao, Zucker einige Tropfen Rumaroma zu den Eiern rühren. 300 Gramm Palmin gibt man in einen Topf, es wird zum Schmelzen gebracht, heiß darf es nicht werden. Ist das Palmin geschmolzen, rührt man es auch in die gesamte Masse rein.
Jetzt bleibt nur noch die richtig kreative Arbeit: die Kekse werden aufgeschichtet. Ein Erwachsener kann sich schwierigere Kuchenformen ausdenken, aber für Kinder müsste man einfachere aussuchen, es sei denn, sie helfen nur mit, also arbeiten unter der Leitung eines Großen. Man kann die Kakaomasse und die Kekse in eine quadratische Kuchenform geben. Die Schichten kommen abwechselnd da rein, aber man fängt immer mit der Kakao-Schicht an, die letzte Schicht soll auch aus Kakao sein. Der fertige Kuchen sieht wunderbar aus, man möchte richtig schon ein Stückchen abschneiden, doch zu früh, es ist jetzt erst noch zwei Stunden abzuwarten angesagt. Genau für zwei Stunden kommt der „Kalte Hund" in den Kühlschrank. Danach ist er fertig, man kann ihn zum Kaffee servieren.
Die Großmutter suchte eine schwierige Kuchenform aus, sie machte mit dem Enkel eine Lokomotive. Der Junge verschlang nebenbei mal eine Lakritze, mal ein Haselnussplätzchen, aber ansonsten arbeitete er sehr fleißig und höchstinteressiert mit. Für den Kuchen brauchten sie sechs Haselnussplätzchen, 300 Gramm Palmin, fünf Eier, vier Prinzen Rolle-Kekse, drei Pakete Butterkekse, Kakao, Haribo-Lakritzen, Farbe zum Verzieren, ein kleiner Schokokuss, ein Paket kleine Butterkekse, Marzipan. Aus Marzipan wurde der Schornstein gemacht.
Den anderen Kuchen, den Quarkcreme-Dinosaurier, muss man backen. Möchte man 10 Dinosaurier bekommen, so benutzt man folgende Zutaten in dieser Menge:
- ein Esslöffel Gries
- 250 g Magerquark
- zwei Esslöffel Zucker
- zwei Vanillezucker
- ein Ei
- Milch
- eine Packung gefrorenen Hefeteig.
Es ist gut, wenn man eine Dinosaurier-Backform hat. Gibt es diese nicht, ist es auch nicht schlimm, denn jeder kann sich ja eine selber fertig machen. Einen Dinosaurier wird auch schnell gemalt, man nimmt einen Kreis und macht an einem Ende einen langen Hals dran am anderen den Schwanz, oben kommen die Dinosaurier-Zacken hin und unten dicke, kurze Beine. Diese Vorlage schneidet man aus und rollt dann den Teig so aus, dass er diese Vorlage bedeckt. Danach alle abstehenden Enden entfernen.
Nun rührt man die Quarkcreme aus dem Eiweiß, einem Esslöffel Gries, Vanillezucker und Magerquark zusammen. Das Backblech belegt man mit Papier. Der Teig-Dinosaurier kommt auf das Backblech. Das Tier muss nur noch verziert werden: auf den Bauch setzt man einen Klecks von der Quarkcreme, der restliche Hefeteig wird dazu genutzt, dass man daraus ovale dünne Teigplatten rollt, diese legt man auf die Quarkcreme. Mit stumpfem Besteck werden die Seiten der Teigplatten eingedrückt. Jetzt ist der Dinosaurier fast fertig, nur bepinselt muss er werden. Das macht man mit Eiermilch. Die Dinosaurier backen sehr schnell, schon in 10 Minuten bei 170 Grad können sie hellbraun werden. Da die Beine und der Hals nicht so dick sind, wie die anderen Teile, muss man gut aufpassen, dass sie nicht verbrannt werden.
Nun sind die Kuchen fertig, ob groß oder klein, alle sind davon begeistert. Die Freunde versammeln sich am Tisch, und niemand traut sich solch eine Schönheit anzuschneiden. Doch auch dieser Augenblick kommt und… oh… sind die lecker!
Elvira Schick