
Bei einigen Dienstleistungen, zum Beispiel der Autoanmietung - muss bei vielen Vermietern zwingend eine Kreditkarte vorgelegt werden, die als Kautionsersatz akzeptiert wird. Je nach Kartenanbieter gibt es über 20 Millionen Akzeptanzstellen weltweit. Am weitesten verbreitet sind Kreditkarten aufgrund ihrer Tradition in angelsächsischen Ländern.
Bei den Kreditkarten gibt es verschiedene Varianten. Traditionelle Kreditkarten werden von vielen Banken kostenlos zum Girokonto ausgegeben. Bei einem Preismodell mit einer Jahresgebühr besteht oft die Möglichkeit, durch das Erreichen bestimmter Umsatzgrenzen, den Jahrespreis erstattet zu bekommen. Kunden mit besonders guter Bonität und einem entsprechenden Einkommen, können höherwertige Gold- oder Platinkarten bekommen. Diese bieten dem Inhaber einen höheren Verfügungsrahmen - oft zwischen 5.000 und 10.000 Euro, integrierte Reiseversicherungen mit einer Kostenübernahme bei Gepäckverlust, Reiserücktritt oder Krankheit im Ausland und weitere persönliche Services und Rabatte. Eine Sonderform sind vorbezahlte Kreditkarten, auf die ein Guthaben eingezahlt werden muss, bevor eine Kartenzahlung möglich ist. Der Vorteil dieser Karten besteht in einer besseren Kontrolle der eigenen Ausgaben.
Mit einer eigenen Kreditkarte - beispielsweise von VISA, MasterCard oder American Express - verfügt der Inhaber der Kreditkarte über einen Kreditverfügungsrahmen, der meist zusätzlich zu einem Dispokredit ausgegeben wird und auch gerne in Anspruch genommen wird. Dieser Kreditrahmen ist jedoch im Vergleich zum Dispokredit bei Inanspruchnahme zinsfrei. Nach einem Abrechnungszyklus - meist für die Dauer von 4 Wochen - wird der gesamte Kreditkartensaldo vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht. Danach steht der Kreditkartenverfügungsrahmen wieder von Neuem zum Bezahlen bereit. Für die Inanspruchnahme werden Zinsen oder Gebühren nur dann berechnet, wenn die Rückzahlung in Teilzahlung erfolgt oder wenn das Verfügungslimit überschritten wird.
Thomas Ewert
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